Heimatmuseum sucht ehrenamtliche Helfer

Das Heimatmuseum benötigt aktive Helfer für den Vorstand, Betreuung der Räumlichkeiten und bei Ausstellungen. Es ist eine spannende und schöne Aufgabe im Heimatmuseum aktiv zu sein. Das Museum besteht seit 16 Jahren und hat bisher einige Ausstellungen organisiert, außerdem Kalender und Buchbände über Saulheim veröffentlicht. Da die Mitglieder im Vorstand „ins Alter gekommen sind“ möchten sie die Arbeit nun in jüngere Hände abgeben.

Martin Fölix, Ortsbürgermeister

Foto: Melanie Grimm

Kulturdenkmal Germania

Wer weiß eigentlich noch, dass in Saulheim ein Kulturdenkmal von der Germania steht?

Einst stand das prächtige Denkmal auf dem Platz zwischen dem Rathaus und der kath. Kirche an der Weedengasse. Errichtet wurde es 1875. Nun ist das aus Sand- und Kalkstein gehauene Kulturerbe in die Jahre gekommen und muss restauriert werden.

Vor ca. 25 Jahren wurde es vom ursprünglichen Platz zwischen die Kirchen in die Ecke gestellt und mit einem Bretterverschlag versehen, damit es vor Regen geschützt wird. Wegen der Dorferneuerungsmaßnahme war jemand von der Denkmalpflege da und kam zu dem Entschluss, dass das Denkmal insgesamt in einem schlechten Zustand ist und die in hoher bildhauerischer Qualität ausgeführte Germania sogar in einem katastrophalen Zustand. Es besteht dringender Handlungsbedarf. Das Denkmal muss erhalten bleiben.

Martin Fölix, Ortsbürgermeister

Titelfoto: M. Grimm (2015)

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Mai 1760: Hagelwetter such Nieder-Saulheim heim

Es war im Mai Jahr 1760. Dorfstraßen verwandelten sich in Ströme. Sechszehn Menschen kamen dabei ums Leben.

Am 9. Mai 2016 sind 246 Jahre seit dem Tag vergangen, an dem über der Gemarkung und dem Dorf Nieder-Saulheim ein schweres Hagelwetter nieder ging. Der 9. Mai 1760 war für die Nieder-Saulheimer Gemeinde die traurige Veranlassung eines sogenannten Hagelfeiertages. An einem schwülen Tag gegen 14.00 Uhr, als ein großer Teil der Gemeinde wegen eines Begräbnisses in der Kirche versammelt war, rückte eine verderbliche Wetterfront vom westlichen Tal her über das Dorf hinweg und entlud sich unter Donnerschlägen und großen Wassermassen. Nach der Markierung am Perteltor – das Zeichen ist heute noch vorhanden – war das Wasser elf Schuh hoch.

Ein Bauer und sein Knecht versuchten im Fachwerk einige Gefache einzuschlagen, um den aufkommenden Fluten den Durchgang zu erweitern und so die Scheune vor dem Einsturz zu retten. Das immer höher steigende Wasser zwang jedoch beide dazu auf das Gebälk zu flüchten. Kurz darauf stürzte die Scheune zusammen und wurde von den Fluten mitgerissen. Wie durch ein Wunder blieben sie unverletzt. Sie wurden lediglich mit den Trümmern der Scheune talabwärts getrieben. Die reißende Gewalt des Stromes hielt sie über Wasser. Der Knecht blieb an einem Strauch hängen, sein Herr konnte sich am Ast eines Pappelbaumes retten. Ein daher treibenden Balken, der sich zwischen zwei Bäume legte, klammerte ihn am Baum fest. Todesgefahr ängstigte den Verlassenen, als sein Jugendfreund und Nachbar, der Verwalter des Freiherrn von Dienheim, mit zwei Pferden ihn am Ufer des Stromes suchte. Als dieser das Geschrei des davongeschwemmten Freundes hörte, zwang er die Pferde in das Gewässer, schwamm mit ihnen zu ihm und holte ihn aus dem Wasser. Der Herr und sein Knecht überlebten, deren Retter jedoch – sein Name war Peter Jox – starb einige Wochen später an einer Lungenentzündung, die er sich bei der Rettung zugezogen hatte.

Insgesamt kamen an diesem Tag 16 Menschen in den Fluten um. Augenzeugen berichteten, dass das Bild des Jammers unbeschreiblich gewesen wäre, als die Leichen – vom Todeskampf und Schlamm unkenntlich geworden – am Rathaus aufgebahrt wurden um von den Angehörigen identifiziert zu werden. Noch viele Jahrzehnte lang wurde den schrecklichen Ereignissen vom 9. Mai 1760 gedacht. Gott schütze uns künftig vor solchem Unheil.

Martin Fölix, Ortsbürgermeister

Heimatmuseum sucht ehrenamtliche Helfer

Der Vorstand unseres Heimatmuseums macht sich Gedanken wie es im Vorstand weiter gehen soll. Die ehrenamtlichen Helfer sind älter geworden und können sich deswegen nicht mehr so einbringen wie bisher.

Wer von Ihnen Lust hat beim Saulheimer Heimatmuseum mitzumachen und sich mit Ideen sowie ehrenamtlicher Arbeit einzubringen ist herzlich willkommen. Es ist ein aktiver Verein mit wechselnden Ausstellungen. Er wurden auch schon Bücher, Kalender und einiges mehr veröffentlicht.

Bei Interesse wenden Sie sich an die Vorsitzende Frau Schrader, Telefon-Nr. 06732-3273 oder ans Rathaus, Telefon-Nr. 06732-5075 bzw. per E-Mail an info@saulheim.de. Wir freuen uns auf Sie.

Martin Fölix, Ortsbürgermeister

Besuch der amerikanischen Nachkommen der Familie Weyerhäuser

Am Wochenende bekommen die Saulheimer und der MGV Saulheim Besuch von den Nachkommen der Familie Weyerhäuser, deren Vorfahre Friedrich Weyerhäuser die Sängerhalle gestiftet hat.
Die Weyerhäusers in Amerika fühlen sich immer noch sehr stark mit Saulheim und dem MGV Liederkranz verbunden. Der Verein wird am Samstag einen kleinen Empfang für die Gäste in der Sängerhalle vorbereiten. Wer mehr über die Familie erfahren möchte kann sich an Karl-Heinz Appenheimer in der Pertelgasse wenden.

Martin Fölix, Ortsbürgermeister

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Ausstellungen zur Ritter-Hundt-Weinkerb

Am Freitagabend konnten wir die Aquarell- und Tonausstellung von Frau Hoffmann und Frau Ullrich mit einem breiten Publikum eröffnen. Es wurden eigene Kreationen gezeigt und vorgestellt. Alle waren überrascht was man so alles künstlerisch gestalten kann.

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Am Samstagmittag wurde im Heimatmuseum die Bilderausstellung mit Bildern von Nieder-Saulheim eröffnet. Dabei wurde ein neuer Bildband über das alte Nieder-Saulheim vorgestellt. Diesen können Sie für 10,- Euro im Heimatmuseum, im Rathaus oder in verschiedenen Geschäften in Saulheim erwerben.

Martin Fölix, Ortsbürgermeister

Jetzt erhältlich: „Bilder aus dem alten Nieder-Saulheim“

Zur Ritter-Hundt Musik- und Weinkerb 2014 zeigte der Verein Saulheimer Heimatgeschichte e.V. im Heimatmuseum Saulheim die Ausstellung „Bilder aus dem alten Nieder-Saulheim„.

Aufgrund des großen Interesses wird zur Kerb 2015 das dazugehörige Buch veröffentlicht. Mit ca. 114 Seiten und rund 200 Fotos ist der Band ein „Muss“ für jeden geschichtsinteressierten Saulheimer.

Der Band ist eine Gemeinschaftsarbeit des Vorstandes. Herr Jakob Reichert und Herr Günther Kaul trugen die Bilder zusammen, Herr Reinhard Schmuck lieferte die Informationen zu den Bildern, die von Herrn Karlheinz Stütz redigiert und für die Ausstellung gedruckt wurden. Von Frau Renate Schrader wurden die Bilder gescannt, bearbeitet und in die Broschüre eingefügt, die Texte zugeordnet und die Broschüre für die Druckerei vorbereitet.

Der Preis beträgt 10 EUR.

Bestellungen sind ab sofort möglich via Telefon (Frau Schrader, 06732-3273), schriftlich (Verein Saulheimer Heimatgeschichte e.V., Max-Planck-Straße 22, 55291 Saulheim) und über das Kontaktformular. … Weiterlesen …

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Rheinhessenarchiv-Bibliothek im Heimatmuseum übergeben

Am Samstag, 25. April 2015, wurde in einer kleinen Feierstunde im Saulheimer Heimatmuseum die 276 Titel umfassende Bibliothek des Rheinhessenarchivs von Melanie Grimm als Dauerleihgabe an den Verein Saulheimer Heimatgeschichte e.V. übergeben. Rheinhessische Chroniken, Festschriften, Bildbände, Jahrbücher und mehr stehen nun interessierten Bürgern und Heimatforschern zur Verfügung.

In ihren Reden waren sich Vereinsvorsitzende Renate Schrader, Ortsbürgermeister Martin Fölix und Leihgeberin Melanie Grimm einig, dass die Bibliothek eine Bereicherung für das Museum und die Ortsgemeinde bedeutet, auch im Hinblick auf das rheinhessische Jubiläumsjahr 2016. Frau Schrader und Herr Fölix sprachen ihren Dank in Namen von Verein, Ortsgemeinde und Ortsgemeinderat aus und überreichten Frau Grimm einen Blumenstrauß.

Foto: H.M.

20. März 1945: Kriegsende in Saulheim

Am 20. März 1945 vor 70 Jahren war für die Saulheimer Bürger, die zu Hause waren, der 2. Weltkrieg vorbei.

Auf dem ev. Kirchturm hatten mutige Saulheimer Bürger auf allen vier Seiten weisse Fahren (Betttücher) aufgehängt, die aber nach kurzer Zeit wieder herunter genommen wurden; aber eine Stunde später hingen die weissen Fahnen wieder.

Am Vorabend hatten amerikanische Soldaten sich schon auf dem Nieder-Saulheimer Wasserhaus postiert, um das Geschehen im Ort zu kontrollieren.

Am Morgen des 20. März fuhren die ersten Panzer über die Pertelgasse kommend in Saulheim ein. Der damalige Bürgermeister Herr Streuber übergab den Amerikanern auf der Brücke (Raiffeisenplatz) die Ortsschlüssel.

Im oberen Teil des Ortes über der Brücke mussten die Häuser geräumt werden, damit die Soldaten dort Quartier beziehen konnten und unsere Bürger, die dort wohnten, mussten sich im alten Ortsteil eine Unterkunft bei Freunden, Verwandten oder Bekannten suchen. Einen Tag später zog die amerikanische Armee am 21. März gegen Morgen von Wörrstadt her kommend in Ober-Saulheim ein. Da war das Gleiche wie in Nieder-Saulheim. Die Bürger in der Kirchgasse, Hasselgasse und der Untergasse mussten ihre Häuser räumen und sehen, wo sie eine Unterkunft fanden. Der Krieg war aber noch nicht für alle vorbei.

Für unsere Soldaten, die im Krieg oder in Gefangenschaft waren, ging es traurigerweise noch weiter.

Martin Fölix, Ortsbürgermeister

Zur Erinnerung: Eismeer nach Hagelgewitter – Saulheim vor 85 Jahren

Am 16. Juli 1927, also vor 85 Jahren, kamen gegen 14.00 Uhr von Westen her dunkle Gewitterwolken auf, die ihren unheilvollen Eisregen auf Felder und Weinberge niederprasseln ließen. Das Zentrum des Unwetters lag damals über den Gemeinden Stadecken, Ober- und Nieder-Sauheim sowie Udenheim und Schornsheim.

Betagte Saulheimer erinnern sich noch heute voller Schrecken an dieses Ereignis, als sich die Eismassen von den umliegenden Hängen durch die Ortsstraßen schoben, wo sich Hagelkörner bis zu einem Meter Höhe aufstauten. Die Ernte auf den Feldern war vernichtet. Die Weinberge und Bäume trugen kein Laub mehr, als hätte der Winter schon Einzug gehalten.

Martin Fölix, Ortsbürgermeister