Pater Markert

Franz Markert S.V.D.: „Erlebtes und Erlauschtes“

Der folgende (gekürzte) Reisebericht des Pater Markert wurde seinem Buch „Erlebtes und Erlauschtes (auf einer Reise nach und in Europa) – Eine Reiseplauderei“ (1926) entnommen. Er beschreibt den Besuch Pater Markerts in Saulheim nach 15 Jahren Abwesenheit.

In der Heimat

Pater Franz MarkertIch war also auf dem Wege zur Heimat. Wißt ihr, was das für einen Menschen heißt, der eine lange Reihe von Jahren der Heimat fern gewesen ist? Wer es nicht selbst erfahren hat, wird die Gefühle nicht verstehen, die mich erfüllten, als es dem Abend zuging, der das Ende dieser Fahrt bringen sollte. Das Ende dieser Fahrt sollte die Heimat sein. Wer aber selbst schon einmal aus der Fremde der Heimat zugefahren ist, wird das Folgende zu würdigen wissen.

Vor fünfzehn Jahren hatte ich in einem kurzen Besuch das letztemal die Heimat und die Lieben dort gesehen. Man müßte kein menschliches Herz in der Brust haben, wenn man sich nicht der Stunde freuen wollte, in der man wieder den Fuß auf heimatlichen Boden setzen kann.

Von Leipzig über Frankfurt nach Mainz

Ich hatte mir in Leipzig eine Fahrkarte bis Mainz gelöst. Als ich diese beim Betreten des Bahnsteiges dem dort stehenden Schaffner und Zugführer vorzeigte, schauten diese sich gegenseitig fragend an und frugen mich: „Wo haben Sie denn die Fahrkarte nach Mainz her?“ Ich: „Habe sie in Leipzig gelöst.“ Neues Staunen auf ihren Gesichtern und Frage: „Ja, wissen denn die in Leipzig noch nicht, daß der Mainzer Bahnhof in den Händen der Franzosen ist?“ Und dann kam die für mich wenig erfreuliche Auskunft: „Ne, damit lassen die Franzosen Sie nicht durch.“ Ich dachte, ich probiere. Aufessen werden sie mich nicht. Wenn ich ein recht dummes Gesicht mache und meine Karte von Leipzig vorzeige, wird es schon gehen. Also in den Zug hinein.

Kurz vor der Abfahrt des Zuges kommt der Schaffner in meine Abteilung und sieht sich die Fahrkarten an. Da war ein Frauchen mit mehreren Kindern. Ihre Karte war nicht in Ordnung. Sie hatte eine Karte vierter Klasse. Der Schaffner machte sie darauf aufmerksam. Die Frau behauptete, sie habe eine Karte dritter Klasse verlangt, habe die Karte bezahlt und habe nicht weiter auf ihre Karte gesehen. Sie müsse aber diesen Zug benutzen, um noch nach Flonheim zu kommen. Als der Schaffner, der sonst sehr menschlich und freundlich war, diesen Namen hörte, meinte er: „So, nach Flonheim wollen Sie, kenne ich. Ich bin da aus der Nähe her, ich komme von Nieder-Saulheim.“

Das klang ja wie Musik in meinen Ohren. Nieder-Saulheim war ja mein Heimatort. Sogleich frug ich ihn: „So, von Nieder-Saulheim sind Sie, wer sind Sie denn?“ Zuerst etwas erstaunt ob dieser Frage, gab er zur Antwort: „Mein Name ist Georg Dehof.“ Nun ging es halt weiter: „So, Georg, mich kennst wohl nimmer, ich bin auch aus Nieder-Saulheim.“ Er schaute mich prüfend an, konnte sich aber meiner nicht mehr erinnern, da er mich ja seit fast 25 Jahren nicht mehr gesehen hatte. Als ich ihm sagte, „Du kennst doch sicher noch Markerts Franz,“ da fiel eine Binde von seinen Augen. Natürlich kannte er mich noch. Damit hatte ich also den ersten Kontakt mit der Heimat hergestellt.

Von Mainz nach Saulheim

Nun trennten mich nur noch zwölf Meilen von der Heimat. Wäre kein Zug mehr an diesem Abend gegangen, ich weiß, ich wäre zu Fuß noch in derselben Nacht dieses letzte Stück Weges gegangen.

Ich suchte mir schließlich eine Abteilung im Zug, die mehr als überfüllt war, meistens von Arbeitern und Stenographistinnen, Ladenmädchen usw. Da merkte ich denn sofort, daß ich zwischen Landsleuten saß. Die rheinische Fröhlichkeit dieses jungen Volkes gepaart mit der Gesprächigkeit des Rheinhessen, stachen ab wie Tag und Nacht von dem zurückhaltenden, viel ruhigeren, verschlosseneren Wesen der Norddeutschen. Da hörte ich zum ersten Male wieder nach fünfzehn Jahren die ureigensten Laute der rheinhessisch-pfälzischen Mundart, in der ich ja selbst meine ersten Worte sprechen gelernt hatte. Ich musterte die Gesichter, ob denn gar keines sich dazwischen fände, das ich noch erkennen würde. Richtig, da saß ein Eisenbahner, den ich zu erkennen glaubte. Und doch zweifelte ich wieder. Beinahe 25 Jahre die Gesichter nicht mehr gesehen zu haben, und dies in einer Zeit, in der die Jugend halt herangewachsen ist, macht es oft schwer, ehemalige Bekannte sogleich wiederzuerkennen.

Wie das in solcher Stimmung geht: der Zug geht einem viel zu langsam. So auch mir. Endlich die vorletzte Station Nieder-Olm. Wenn ich früher da vorbei fuhr, fand ich gewöhnlich Onkel Peter an der Station im Dienst. Hundertmal habe ich als Junge das Fenster geöffnet und ihm zugerufen, denn „Peter-Onkel“ war uns Kindern der liebste von allen Onkeln. Somit war es eigentlich ganz natürlich, daß ich auch diesmal nach ihm Ausschau hielt. Ich hätte ihn doch gerne überrascht mit einem Zuruf nach fünfundzwanzig Jahren. Aber das Glück war mir auch diesmal nicht hold. Kein bekanntes Gesicht an der Bahnstation zu sehen.

Doch mein Ausschauhalten hatte eine andere Wirkung. Ich hatte einige Zeit vorher bemerkt, daß einige der mitreisenden Eisenbahner sich über mich unterhielten, obwohl ich nicht genau verstehen konnte, was sie sagten. Als ich aber beim Einlaufen in den Bahnhof das Fenster öffnete, hörte ich den einen sagen: „Er ist’s, er schaut jetzt nach seinem Onkel aus.“ Sobald ich sah, daß mein Ausschauen vergeblich war, drehte ich mich um, sah mir den Sprecher an und sagte: „Ich glaube, wir kennen uns noch, bist du nicht der Baumgärtners Anton.“ „Aber natürlich, und du Markerts Franz. Hab ich’s doch gleich gesagt.“ Jetzt kam es auch schon von der anderen Seite her: „Kennst du mich noch? Ich bin des Betze Louis.“ Ja, das war der Louis, ein ehemaliger Klassengenosse in der Volksschule. Nun gab’s eine kleine Aufregung in der Abteilung. Händeschütteln, Fragen und Freude. Den anderen Mitreisenden wurde klar gemacht, daß dies ’s Markerts Franz aus Amerika ist. denen aus Nachbardörfern, die den Namen nicht kennen mochten, wurde nachgeholfen: „Polizeidiener Markert sein Sohn.“ Damit war allen geholfen. Man muß sich hierbei in die ganze Lebhaftigkeit des süddeutschen Charakters hineindenken, um einen Begriff zu bekommen, wie lebhaft dieser erste Willkomm nahe der Heimat von sich ging.

Endlich in Saulheim

Endlich in Saulheim!

Endlich Station Nieder-Saulheim. Also die Heimatstation. Von den Angehörigen war niemand zu sehen, da ich unerwartet früh angekommen war. Doch das hatte nichts zu bedeuten. Einige der Eisenbahner packten mein Gepäck, andere liefen voraus und riefen auf der Straße zum Elternhause hinein: „Der Besuch aus Amerika kommt.“ Das alarmierte nicht bloß die Eltern, sondern die ganze Nachbarschaft. Auf halbem Wege kam mir schon die Schwester Gretel entgegen und tat, was in solch einem Falle jede Schwester mit dem Bruder nach fünfzehnjähriger Abwesenheit tut. Auf beiden Seiten der Straße standen schon die Nachbarn und schüttelten die Hand zum Willkomm, aus den Fenstern streckten sie sie heraus und alle freuten sich so herzlich, als gehörte ich zu jedem einzelnen. Da ich sogleich mit dem heimatlichen Dialekte Rede und Antwort stand, war die Brücke von Herz zu Herz noch schneller geschlagen. Und das Herz selbst schlug ja höher bei dem Gedanken, daß die Heimat dem Fortgewanderten so treu geblieben war.

Das Elternhaus

Das ElternhausSchließlich kam ich ans Elternhaus, wo Vater und Mutter und Schwestern halt ihr Bestes taten, um zu zeigen, welche Freude die Wiederkehr des Sohnes und Bruders ihnen bereitete. Es ist allerdings schwer zu sagen, ob der Bub sich nicht noch mehr freute. Gottlob fand ich Vater und Mutter trotz der Nähe der siebenzig, trotz der bitter harten Kriegsjahre und den Verlusten von zwei edelsten Söhnen, der Verwundung und langen Krankheit des dritten, trotz der uns unglaublich erscheinenden Entbehrungen der letzten Kriegsjahre und der ersten Friedensjahre noch gesund und munter wieder.

Das Häuschen war noch, wie ich es verlassen, sodaß ich sofort wieder ganz daheim war im vollsten Sinne.

Zum Essen kamen wir an diesem Abend so schnell nicht. Es war doch so viel, so unendlich viel zu erzählen. Und Vater und Mutter und Geschwister mußten doch etwas Gelegenheit haben, sich den Bub wieder einmal ordentlich anzusehen.

Der Herr Dekan schickte schon bald das Mariele her, um auszufinden, wann der Herr Pater morgen früh die heilige Messe lesen wollte. Die Nachbarn stellten sich ein, um den Franz in ihrer einfachen, aber um so herzlicheren Art willkommen zu heißen. Der kleine Georg vom Nachbar gegenüber, der noch nicht geboren war, als ich fortging, und seine Schwester, die Lenchen, an denen beiden der Vater ihres im Kriege weilenden Vaters Stelle für mehrere Jahre vertreten hatte, gehören ohnehin halb zur Familie und so dauerte es nicht lange, daß der Georg sich einstellte, aber erst, nachdem er seine Mutter gebeten hatte, ihm das Gesicht einmal recht sauber zu waschen, da er Markerts Franz besuchen gehen wolle.

So empfing und umfing mich die Heimat. Es war spät an diesem Abend, als ich das Dachstübchen aufsuchte, in dem ich vor vielen Jahren so manchen Zukunftstraum geträumt hatte, der nun schon längst verwirklicht geworden, andere auch wieder, die längst zerstört oder in nichts zerronnen sind.

Die nächsten Tage

Am nächsten Morgen las ich, nicht ohne tiefe Rührung, in der Dorfkirche die heilige Messe. Es war noch das alte traute Kirchlein von ehedem. Und eine ganze Generation war inzwischen schon darin herangewachsen. Und eine große, echt christlich gehaltene Tafel an der Wand, der Kanzel gegenüber, ist inzwischen angebracht worden mit vielen, all zu vielen Namen von den Brüdern und Bekannten, die im Kriege das Wort des Heilandes wahr gemacht: „Eine größere Liebe hat niemand als der, der sein Leben hingibt für seine Freunde.“

Beim Heimweg von der Kirche nahm das Begrüßen und Händeschütteln und Auskunftgeben kein Ende: Dreiviertel unseres Dorfes ist protestantisch, etwa 50 Bewohner sind Juden, etwa 500 Katholiken. Aber Unterschiede dieser Art schienen alle verwischt zu sein, wenn man sah, wie sich das herzliche Gefühl von Heimatgenossen äußerte, einen Sohn der eigenen heimischen Erde nach so langer Abwesenheit wieder zu sehen. Da war der „Hersche Josef“, Israelit, der schon früh am Morgen auf der Straße stand und auspähte, daß er Nachbar Franz doch ja bald zu sehen bekäme. Er hatte sich allerhand Sorgen gemacht, wie er den Franz nun anreden müsse. Schon eine Woche vorher hatte er sich bei meiner Schwester erkundigt und war belehrt worden, daß er keine andere Anrede zu gebrauchen habe als die, die er von der Kinderzeit her gewohnt war. Es ließ ihm aber keine Ruhe und wandte er sich noch an seine Frau um Rat. Sie studierte mit ihm ein, was sie, die mich nicht kannte, weil sie aus einem anderen Dorfe stammt, für die nötige Anrede hielt. Als ich aber den Joseph auf der Straße sah, ließ ich ihm gar keine Zeit, ging auf ihn zu und schmeichelte ihm im Dialekt, daß er immer noch jugendlich aussehe. Dies kam ihm so unerwartet, daß es ihn völlig aus der Fassung brachte und seine ihm von seiner Frau beigebrachte Anrede völlig aus dem Gedächtnis schwand. Er wußte nur noch zu sagen: „Nu, Franz, wie geht’s?“ Es war oft ganz rührend, wie zumal die Nachbarschaft immer wieder Beweise herzlichster Anteilnahme gab. Schon am zweiten Morgen brachte „Bienchen“, die Frau des gegenüberwohnenden Nachbars, ein Sträußchen blühender und duftender Märzveilchen. Sie waren etwas Besonderes, weil sie noch so spät blühten im August, aber deshalb sollte Markerts Franz sie haben.

So waren die ersten Stunden und Tage fast die härtesten, denn die Herzlichkeit und Liebe der Heimat stürmten nur so auf einem ein. Ich ging später mit dem Vater eine weite Strecke ins Feld. Da konnten wir besser erzählen. Aber ständig hieß es, stehen bleiben und alte Bekannte begrüßen. Was wurde ich da nicht alles gefragt, was wurde mir da nicht alles an Kriegsleid geklagt. Ja, die letzten zehn Jahre sind doch unendlich harte Jahre für die Heimat gewesen.

Das Bild der Heimat

Etwas hinter dem Dorf hat man von einer Anhöhe einen weiten Blick in das herrliche rheinhessische Ländchen. Soweit das Auge reicht, fruchtbare Talsenkungen, in denen jeder Fuß Acker auf das sorgfältigste angebaut ist, gleich fruchtbare Hüge, die fast überall mit Wein bepflanzt sind und einen Tropfen gedeihen lassen, dessen Güte vielleicht im Stande wäre, selbst unsere eingefleischtesten Prohibitionsfanatiker zu bekehren.

Ich sog das herrliche Landschaftsbild in vollen Zügen ein. Besonders der Blick tief hinunter bis ins Rheingau ist ganz einzig. Da lagen sie noch alle, die Dörfchen, die hinter und zwischen Hügeln hervorlugten, die alten Türme, teilweise Zwiebeltürme, noch immer da wie vor Jahren, wenn ich abends dem Feierabendglockenklange lauschte, den der Westwind über Hügel und Tal zu uns herübertrug. Dort unten lagen noch die Wiesen in der Pertel, wo ich einmal als Junge mich, auf dem Bauche kriechend, bis acht Fuß an einen Storch herangepirscht hatte. Es war eine meiner größten Enttäuschungen in der Jugend gewesen. So nahe am Ziele, einen Storch fassen und festhalten und womöglich heimbringen zu können, um ihn zu zähmen, nur acht Fuß davon, als der Fröschefänger mich in dem Augenblick bemerkte, als ich mich mit einem Sprunge auf ihn stürzen wollte. Niemals mehr war mir das Storchfangglück so hold gewesen und wie es scheint, kommt es nie wieder. Richtig, dort stand noch an einem Abhange die „Rohrbuscher Eff“, eine vielleicht tausend Jahre alte Ulme, zu der ich als Junge oft mit einer Art Ehrfurcht gegangen bin und das Gefühl hatte, als müßte sie mir erzählen von all dem, was sich in diesen Tälern in all den Jahrhunderten zugetragen, von den Schwedenkriegen bis auf Napoleon. Derlei und hundert andere Erinnerungen stiegen in mir auf, als ich neben dem Vater den Weg herunterschritt. Immer wieder mußte ich das Bild der Heimat in mir aufnehmen, das ja alle die Jahre in mir gegenwärtig geblieben war. Sie kam mir jetzt schöner vor als je zuvor. Und all das Schöne, das ich schon in der weiten Welt gesehen hatte, schien nichts zu sein im Vergleich zu der ganz eigenen Art von Schönheit der Heimat.

In der Gemeinde

Der Herr Dekan, den ich vor dreißig Jahren nur kurz als unseren „Herrn Kaplan“ gekannt hatte, der nun aber mit viel Hingebung und seelsorgerischer Liebe sich der Heimatsgemeinde widmet, tat sogleich vom Anfang an alles, um mir auch als Priester den Aufenthalt in der Heimat angenehm zu machen. Kirche und Pfarrhaus standen mir sozusagen ganz zur Verfügung und das „Pfarrfräulein“, wie die Haushälterin im Volksmund seit alten Tagen heißt, ganz gleich ob auch das „Fräulein“ schon mehr Tage gesehen haben mag als manche Großmutter, wetteiferte mit ihrem „Herrn“ in herzlicher Gastfreundschaft.

Am Sonntag sollte und wollte ich Hochamt und Predigt halten. Ich sage, wollte, weil es mir ein Bedürfnis war, einmal nach so langer Zeit zu denjenigen, in deren Mitte ich aufgewachsen war, nicht bloß als Dorfgenosse, sondern auch als Priester zu reden. Dies um so mehr, als ich seit zwei Menschenaltern der einzige Priester bin, der aus dieser Gemeinde hervorgegangen ist.

Ich muß gestehen, ich habe nicht ohne tiefe Ergriffenheit das Hochamt begonnen und die Predigt gehalten. In diesem, für unsere kleinen Dorfverhältnisse ganz hübschen Kirchlein, hatte sich ja doch mein ebenso wie meiner Altersgenossen frühes geistliches Leben abgespielt. Hier hatte ich die tiefsten Einblicke meiner Erziehung und Jugend bekommen. Hier hatte sich ja für mich als Knaben in den früheren Jahren, bevor ich in die weite Welt kam, die ganze große Welt unseres katholischen Glaubenslebens aufgetan. Tausend Erinnerungen haften an den Altären, vor denen ich als kleiner Bub und Ministrant gekniet.

Die Predigt

So predigte ich denn über das Thema: „Dies ist der Sieg, der die Welt überwindet, unser Glaube.“ Ich erzählte meinen Freunden in der Heimat, wie es mir zu Mute sei, jetzt nach so langer Abwesenheit und Arbeit im Weinberge des Herrn in fremdem Lande wieder mit ihnen an der Stätte zu knien, an der sich mir zuerst die Augen zu öffnen begannen für die Schönheit und Kraft unseres Glaubens, hier, wo ich zum ersten Mal beten durfte: „Ich will hinansteigen zum Altare Gottes, zu Gott, der meine Jugend erfreut.“ Wie ich in den Jahren, da ich fern von ihnen, zumal in den schweren Jahren des Weltkrieges, erfahren mußte, welch schwere Prüfungen über die Heimat ergingen, mich oft fragte: Wie wird es denn in den Zeiten der Not, in den Zeiten des Umsturzes und der Verführung mit dem Glauben in der Heimat stehen, und wie ich zu meiner Freude zumal in dieser bis zum äußersten gefüllten Kirche feststellen könne, daß sie offenbar dem alten Glauben treu geblieben seien. So führte ich denn weiter aus, daß es schließlich immer wieder unser Glaube sein muß, was die Welt überwindet und uns zum Siege über alle äußere Bedrückung und Trübsale verhilft.

Gerade dieser Umstand, daß ich als Priester zu meinen Heimatgenossen reden konnte, und wie ich bestimmt weiß, dies ihnen eine rein persönliche Freude war, einen aus ihrer eigenen Mitte als Priester unter sich zu haben, brachte uns einander viel näher als irgend ein anderes Verhältnis.

Leserbriefe

Von Thomas Thörle, Nieder-Olm
Die Veröffentlichung des Buches über Pater Markert mit dessen Beschreibungen über seinen Besuch in der Heimat ist eine tolle Sache. Es sollte jeder Saulheimer sich darüber freuen, dass der „Missionar des gedruckten Wortes“ sich gerne an seine Saulheimer Gemeinde erinnert. Es wäre toll, wenn einige Lust verspürten vielleicht einmal eine USA-Reise zu starten- mit dem Ziel nach Techny unweit von Chicago zum Wirkungs- und letzlich auch zum Sterbeort dieses großen Saulheimers. Nächstmögliche Begegnung mit Pater Markert und dessen Ordensgemeinschaft den „Steyler Missionaren“ gibt es im August. Aus Anlaß des 20-jährigen Bestehens des Pfarrzentrums „Haus Sankt Josef“ gibt der Steyler Pater, Rüdiger Brunner am 25. und 26.August [2001] Auskunft über den Auftrag seines Missionsordens.

Von Theo Fuchs, Saulheim
Diese Geschichte ist wirklich schön. Meine Mutter war ein Nachbarskind von der Familie Markert. Ich selbst habe seine 3 in Saulheim wohnende Schwestern gut gekannt. Auch den Bruder Johann, welcher ebenfals in Amerika lebte habe ich zwei mal gesehen. Mit der Familie eines in Saulheim lebenden Neffen ( vieleicht sogar Patenkind, Franz Louis) bin ich sehr bekannt. Deshalb war es für mich sehr interesant,da auch die genannten Familiennamen für mich ein Begriff sind. Ich freue mich schon auf den nächsten Bericht.

Zu Saulheim steht der Ritter Hundt

Zur Errichtung seines Denkmals am 8. Mai 1987

Zeichnung des Ritter-Hundt-DenkmalsJetzt hört man von ihm nicht mehr nur singen und sagen – jetzt steht er auch in Lebensgröße da: als Steinfigur aller Welt sichtbar, mitten in Saulheim. Am 8. Mai 1987 ist „der Ritter Hundt“ endlich zum Wahrzeichen seines Heimatdorfs geworden. Vor allem Volke hat man ihm mit einem Kran auf die Beine geholfen, dem Vielgerühmten ein Denkmal gesetzt.

Der akademische Bildhauer und Steinmetzmeister Melchior Gresser junior aus Eisingen bei Würzburg hat das Standbild aus rotem Main-Sandstein geschaffen. Die Mainzer Volksbank hat es den Bürgern von Saulheim gewidmet und dem Ortsmittelpunkt damit einen verschönernden Akzent verliehen. Auch der Saulheimer MVB-Niederlassung, 1984 errichtet, gereicht das Denkmal zur Zierde. Es erstand im Glanz von zwei Jubiläen: Die MVB wird in diesem Jahre 125, ihre Saulheimer „Tochter“ 95 Jahre jung. Der Name Raiffeisenplatz, nun auch zum Ritter-Hundt-Platz geworden, verweist auf ihre Geschichte.

Es ist keine Frage, warum die Saulheimer – trotz vieler ehrenwerter Ritter, die hier hausten – ausgerechnet auf den Hundt gekommen sind. Und dann noch auf einen einzigen, legendären Vertreter seines großen Geschlechts. Irgendein Hundt muss so um 1500 alle Adelsgenossen ständig unter den Tisch getrunken haben. Die Kunde von seinem ungeheuren Weindurst soll sich in einer alten Mainzer Ballade niedergeschlagen haben, aus der sich das Lied vom Ritter Hundt entwickelt hat. Dem Refrain entnimmt man bei jeder Gelegenheit die Behauptung: „Herr Hundt von Saulheim soff den Wein/bei Sunn und auch bei Mondenschein“. Das hat den Ritter populär gemacht.

Die Bedeutung für Saulheim

Angesichts seiner besonderen Bedeutung für Saulheim ist mehr Wissen über das Geschlecht der Hundte ganz sicher willkommen. Dass sie die bedeutendsten aller aus Saulheim kommenden Edelleute waren, geht schon aus der Position ihres Wappens in der Abbildung rechts hervor. Also denn:

Die Hundte von Sowelnheim

WappenTrotz des Wau-Wau-Gebells im Ritter-Hundt-Lied soll der Name des Geschlechts nicht von unseren vierbeinigen Freunden sondern von der germanischen „Hundertschaft“ herkommen. Das waren hundert wehrfähige Männer, die zum „Hundsding“ (Thing) eilten, wo Recht gesprochen wurde. „Hun“ oder „Hund“ sollte der Würdige genannt worden sein, der dieser Körperschaft vorstand. Unsere Ritterfamilie variierte die Schreibweise ihres Namens durch die Jahrhunderte von „Hunt“ über „Hund“ bis „Hundt“. Wir halten uns an die letzte Version. Den Namensteil „von Saulheim“ kürzen wir im Folgenden auch mal mit „v. S.“ ab.

Ritter, die sich nach ihrem Wohnort „de Sowelnheim“, also „von Saulheim“ nennen, gibt es schon zu Beginn des 12. Jahrhunderts. Sie stehen als Kleinadel in den Diensten der Erzbischöfe von Mainz oder des Hochadels – wie der von Bolanden oder von Hohenfels. Um 1300 sind aus dem Geschlecht derer „von Saulheim“ die sechs adligen Familien Erlenhaupt, Mohn, Hirth, Kreis (Ring), Salentin (Seltin) und Hundt geworden. Alle verbinden ihren Familiennamen mit dem Adelstitel „von Saulheim“. Alle sechs führen drei Halbmonde im Wappen, die wohl auf die Teilnahme an Kreuzzügen hinweisen sollen. Die „Türken-Halbmonde“, später auch „Heiden-Wappen“ genannt, werden in der Folgezeit mal zunehmend, mal abnehmend dargestellt, und die Hundte setzten noch einen schwarzen Stern dazwischen. Ihre Monde standen rot in silbernem Feld.

Freie Reichsritterschaft

Schon diese ersten sechs Saulheimer Adelsfamilien konnten sich im 14. Jahrhundert als reichsfreie Ritter zu einer Ganerbschaft zusammenschließen, einer alten Rechtsform, nach der sie ihren Wohnort gemeinsam verwalten durften, dort Recht sprechen mussten und über steuerliche Einkünfte gemeinschaftlich verfügen konnten. Alle zwei Jahre wurde ein adliger Ganerbe zum Bürgermeister gewählt. Die Rechte waren auf die nachfolgenden Geschlechter oder neue Ganerben übertragbar.

Von Fürsten unabhängig, waren solche Kleinterritorien im Prinzip nur dem Kaiser untertan. Die Nieder-Saulheimer Ganerben gehörten wie die Udenheimer, Bechtolsheimer, Mommenheimer und Schornsheimer Ganerben zum Kreise der oberrheinischen Reichsritterschaft, der ihre Interessen vertrat und seinen Sitz in Mainz hatte. Dass der dem Range nach „erste“ deutsche Kurfürst dort als kaisernaher Erzkanzler des Reiches residierte, hatte die Stadt zum Zentrum des reichsunmittelbaren Adels gemacht.

Auch aus diesem Grunde sahen die Hundte ihre Hauptstütze stets in Mainz, zumal die Pfalzgrafen und späteren Kurfürsten von der Pfalz den Ganerbschaften immer mehr Rechte abzutrotzen versuchten. Seit 1494 stand Nieder-Saulheim unter der „Schirmherrschaft“ von Kurpfalz. Ab 1683 hatte „der Pfälzer“ dort die Zollrechte (dem angrenzenden Mainz gegenüber) und konnte einen Obervogt zur Wahrnehmung seiner Rechte ansiedeln.

In Mainzer Diensten

Eine Urkunde aus dem Jahre 1311 berichtet als erste von einem „Hunt von Sowelnheim“ und die zweite 1338 von einem Ritter „Hermann Hunt“, dem Erzbischof Heinrich von Mainz soeben das Amt Burg Gieselwerder bei Aschaffenburg übergeben hatte. 1352 hält ein Hundt v. S. mit anderen Rittern dem Mainzer Erzbischof Heinrich die Treue, obwohl Papst Clemens VI. den Grafen Gerlach von Nassau als Erzbischof eingesetzt und alle Widersacher mit dem Kirchenbann belegt hat. 1360 bekundet ein Hundt v. S., dass er von Erzbischof Gerlach zum Erbburgmann auf Schloss Gernsheim ernannt worden ist. Die hoch angesehenen Hundte übernehmen wichtige Ämter und dehnen ihren Einfluss aus. Heiraten verbinden sie mit höherem Adel wie den Sickingern und Sponheimern, den Familien von Oberstein, Schönborn und Knebel von Katzenellenbogen.

Ab 1400 treten sie stärker als leitende Gerichtsherren hervor: in Nieder-Saulheim, Waldalgesheim und Schweppenhausen bei Stromberg wie auch in Nierstein, wo ein Hermann Hundt v. S. um 1470 dem Rittergericht vorgestanden haben soll. Seit 1935 wiederholen die Niersteiner Anfang August seinen Auftritt als Festspiel, lassen sie den Ritter vier Tage lang ihr Winzerfest regieren. Leert er nach dem Eintritt in blanker Rüstung den dreiviertel Liter fassenden Pokal „in einem Zug“, so pflegt er zu sagen: „Wem niemals ausgeht solcher Wein, um den ist’s gut bestellt, und dem erscheint im Sonnenschein die ganze krumme Welt.“

Ein prächtiges Grabdenkmal mit dem Drei-Monde-Wappen in der Niersteiner Martinskirche bezeugt übrigens, dass ein Ritter der Ganerbenfamilie Erlenhaupt von Saulheim bis zu seinem Tod anno 1539 in Nierstein ansässig war.

Wo überall das Wappen prangt

1471 erschienen die Hundte im Burgmannenverzeichnis von Alzey und Oppenheim. In dieser Zeit gab es in Nieder-Saulheim eine „Huntgasse“, in der die Hundte residiert haben müssen. Man vermutet, dass es in der Nähe der Schlossgasse gewesen ist. In einem Register des Mainzer Heilig-Kreuz-Stifts, das Nieder-Saulheim durch geistliche Betreuung verbunden war, wird diese Huntgasse genannt. Im Ortsteil Ober-Saulheim gibt es immer noch eine, und eine neue Ritter-Hundt-Straße verbindet beide Ortsteile heute.

Nachdem sie vom Mainzer Kurfürsten mit Lörzweiler belehnt worden ist, zieht eine Seitenlinie der Hundte im 16. Jahrhundert dorthin ins Schloss. Im 17. Jahrhundert geht der Ort durch Heirat an die Freiherren von Hettersdorff über. An der Choraußenwand der Lörzweiler Michaelskirche und drinnen, am Triumphbogen erinnern Drei-Monde-Wappen aber immer noch daran, dass die Hundte hier lange Ortsherren gewesen sind. Ihr Wappen ist auch im Wormser Dom auf der Grabplatte eines 1729 verstorbenen Hettersdorff für immer präsent. Der Kundige entdeckt es überrascht auch in der Vorhalle der Sarlesheimer Kirche bei Neu-Bamberg oder am Erker und an den Toren eines Renaissance-Hofes in St. Martin bei Maikammer in der Pfalz.

In der Simultankirche der Ganerbschaft Bechtolsheim kniet die Familie eines Hans Hundt v. S. an einem großartigen Epithaph vor einem Relief mit der Bekehrung des heiligen Paulus. Das Drei-Monde-Wappen mit dem Stern krönt das kostbare Grabdenkmal des 1595 verstorbenen Ritters. Eine Inschrift singt ein Loblied auf ihn. Den Figuren wurden leider die Köpfe abgeschlagen. 1651 ist ein Hundt erneut Ganerbe in Bechtolsheim.

Vom Dorf in den Dom

Das nun weitverzweigte Geschlecht ist inzwischen längst aus dem ländlichen Kleinadel heraus. In der Zeit von 1550 bis 1650 ist ein Jörg Hundt v. S. Deutsch-Ordens-Komtur in Frankfurt, ein Johann Friedrich Hundt v. S. wird Fürst und Groß-Prior des Johanniter-Ordens in Deutschland. 1581 wendet sich Johann Christoph Hundt v. S., Domherr zu Mainz und Speyer, wieder ins weltliche Leben zurück. Er wird „Fürstlich-Speyerischer Ober-Amtmann“, heiratet Christina von Dienheim und nach deren Tod Anna Praxedis von Partenheim. Drei von deren Söhnen machen Vaters „Resignation“, wie das damals hieß, wieder gut und werden Domherr zu Mainz, Domdechant in Speyer und Domherr zu Würzburg.

Den letzteren beruft Erzbischof-Kurfürst Johann Philipp von Schönborn nach Mainz. Es ist Adolf Hundt v. S., der 1665 als Domprobst einen Marienaltar „in den Dom stiftet“. Er steht heute als „Saulheimer Altar“ in der vorletzten Kapelle des nördlichen Seitenschiffs. Als Stifterwappen zeigt er die drei Halbmonde mit dem Stern – und in seiner rechten Seitennische die Figur des knieenden Stifters! Damit ist uns – nach der Bechtolsheimer „Enthauptung“ – die wohl einzige lebensechte Abbildung eines Hundts von Saulheim erhalten geblieben. Inschriften weisen auf „Adolphus Hundt a Saulheim“, seine Würden und Ämter hin. Sein Grab kennen wir nicht.

Unbekannt …

Türbogen… ist auch die Stelle, an der ein 1632 verstorbener Generalvikar Johann Wilhelm Hundt v. S. in der Mainzer Dom-Memorie bestattet worden ist, und ob es sich bei einem stark beschädigten gotischen Grabdenkmal an der Außenwand des Dom-Westchors um die Abbildung eines Hundt v. S. handelt, ist fraglich. Die beiden Wappen über seinem Haupt zeigen die Halbmonde ohne Stern.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts gehören von den ersten Saulheimer Ganerbenfamilien nur noch die Hundte zum Ganerbenverband. Mächtigere Adelsgeschlechter haben die anderen beerbt, abgefunden oder verdrängt. Die bis zur französischen Revolution bestehende Ganerbschaft besitzen jetzt die Familien Langwerth von Simmern, von Wallbrunn, von Horneck, von Haxthausen, von Dienheim, von Vorster und Hundt von Saulheim. Die Hundte waren damals das älteste, aber nicht das letzte Saulheimer Ganerbengeschlecht. Und das ist ihr Finale:

Johann Adolf Hundt v. S. ist um 1660 als Obrist-Leutnant von Kurmainz Kommandant der Feste Königstein. Sein Enkel Johann Christian Hundt, Kurmainzer Geheimrat, lässt seinen Sohn Adolph Geistlicher werden. Dieser stirbt 1750 als Domprobst zu Fulda. Mit ihm erlischt urplötzlich das Geschlecht. Er war der letzte Hundt von Saulheim. Sein 1668 verblichener, gleichnamiger Verwandter Adolf v. S. war als Domprobst in Mainz dem höchsten Amt nahe, das ihm hätte zuteil werden können: dem des Erzbischof-Kurfürsten.

1793 wurden unter dem Revolutionsregime der Franzosen in Saulheim die Embleme der Wappen an den Adelshöfen zerschlagen. Mit der niedergelegten Bartholomäuskirche von Nieder-Saulheim verschwanden ab 1830 auch die seit 1324 darin errichteten Grabdenkmäler des Ortsadels. 1853 hat man ein auf dem Friedhof gefundenes Steinwappen mit den drei Halbmonden an einer Wand des Rathauses befestigt. Merkwürdigerweise stehen die Halbmonde darauf völlig anders als auf den uns sonst bekannten Wappen der Ritter von Saulheim, deren Tradition im Ortswappen weiterlebt (siehe Abbildung oben).

Alle Rechte bei Dr. Hans Kersting, Mainz

(Veröffentlicht zur Errichtung des Ritter-Hundt-Denkmals 1987 in Zusammenarbeit mit der Mainzer Volksbank e.G.)

Saulheim – eine lebendige Gemeinde in Rheinhessen

Urkundlich erwähnt wurde Saulheim erstmals 763 und so konnten die beiden im Laufe der Jahrhunderte entstandenen Ortsteile Nieder- und Ober-Saulheim 1963 ihr 1200jähriges Bestehen feiern. Zu diesem Zeitpunkt zählte Nieder-Saulheim 3018 und Ober-Saulheim 915 Einwohner. Durch den Zusammenschluss der beiden Ortsgemeinden Ober- und Nieder-Saulheim im Jahre 1969 entstand politisch aus den beiden Ortsgemeinden eine Gemeinde, die wieder zurückging auf ihren Ursprung: Saulheim.

Heute, im Jahr 2009, sind wir bei über 7348 Einwohnern angelangt. So wie die Gemeinde an Einwohnern in den letzten 46 Jahren gewachsen ist, so hat sich auch ihr Umfeld und ihre Struktur verändert.

Beginnen wir mit den Vereinen. Es bestehen zum jetzigen Zeitpunkt 36 Vereine, davon allein sieben Gesangvereine. Für die Ortsvereine gibt es seit langem die große Sängerhalle des MGV Liederkranz in der Bahnhofstraße. Am Westring im Ritter-Hundt-Zentrum wurde ein neues Bürgerhaus gebaut, das Anfang 1994 in Betrieb genommen wurde. Germania und Sängervereinigung halten dort ihre Proben ab. Insgesamt wurde das Haus von den Vereinen gut angenommen und so ist darin morgens bis abends etwas los. Das Dietrich Bonhoeffer-Haus im Ortsteil Nieder-Saulheim und das Martin-Luther-Haus in Ober-Saulheim, sowie das Josefshaus in der Weedengasse bieten für kirchliche Aktivitäten und andere Anlässe Räumlichkeiten und Gelegenheit zu Treffs und Feiern.

Drei Kirchen stehen in Saulheim. In Ober-Saulheim, wo bis heute die meisten Bürger evangelisch sind, steht die Martin-Luther-Kirche mit ihrem wunderschönen Turm. Gegenüber dem Josefshaus in der Weedengasse stehen zwei Kirchen; die größere evangelische Kirche und dicht dabei die kleinere katholische St.-Bartholomäuskirche mit aufeinander abgestimmten Glockengeläuten.

Etwa zwei Drittel der Einwohner im Ortsteil Nieder-Saulheim sind evangelischen und ein Drittel katholischen Glaubens. Übrigens wurde das 50jährige Jubiläum der Glockenweihe der beiden Kirchen gemeinschaftlich gefeiert.

Die Gemeinde Saulheim ist nicht nur Sängerhochburg, sie bietet auch sehr viel für die Sporttreibenden. Außer der Sporthalle im Kindergarten in der Untergasse in Ober-Saulheim, hat die Gemeinde 1973 eine große Sporthalle am Westring gebaut. Im Vorbau der Sporthalle ist das Jugendzentrum eingerichtet. 1997 wurde neben der Grundschule eine neue Schulsporthalle errichtet. Alle Gebäude sind voll belegt, so dass es für neue Gruppen sehr schwer ist, freie Stunden zu finden. Der alte Sportplatz in der Jahnstraße, der durch das neue Sportzentrum abgelöst wurde, hat nun ausgedient und wird mit Reihenhäusern bebaut.

Viele Vereine gingen in den beiden Ortsteilen getrennte Wege und es fällt den gebürtigen Saulheimern immer noch schwer, sich als eine Gemeinde zu fühlen. So gibt es getrennte Sportvereine, einen Landfrauenverein in Nieder- und einen in Ober-Saulheim. Auch die Weinkerb wird in beiden Ortsteilen gefeiert, am letzten Wochenende im August in Ober-Saulheim und am zweiten Wochenende im September in Nieder-Saulheim. Die beiden Feuerwehren Ober- und Nieder-Saulheim haben sich 1993 zu einer gemeinsamen Feuerwehr vereinigt und ein Feuerwehrhaus an der Ritter-Hundt-Straße, ungefähr in der Mitte der beiden Ortsteile, errichtet.

Wein wird in Saulheim großgeschrieben. Hier, in der zweitgrößten Weinbaugemeinde Rheinhessens mit ihrer 680 ha großen Rebfläche, wachsen dank des guten Bodens und des guten Klimas nahezu alle Rebsorten. Saulheimer Weine sind weltweit bekannt, erst recht der hervorragende Ritter-Hundt-Winzersekt. Viele Winzer verkaufen ihre Weine mit hervorragenden Qualitäten direkt ab Hof. In den Probier-Weinstuben, die sich ein Teil der Winzer eingerichtet hat, kann man die Sorten und Jahrgänge probieren und sich über die Erzeugung und den Ausbau der Weine informieren. In Straußwirtschaften und Gutsschänken kann man einkehren. Viele Winzer öffnen ihre Höfe zur Nieder- und Ober-Saulheimer Weinkerb. Besonders die Nieder-Saulheimer Ritter-Hundt-Weinkerb hat sich zu einer Höfekerb besonderer Art entwickelt.

2400 ha Gemarkungsfläche werden ackerbaulich bewirtschaftet. Angebaut werden Getreide und Zuckerrüben und noch weitere Sonderkulturen wie z. B. Spargel. Wie überall hat sich auch in der Landwirtschaft und im Weinbau einiges geändert. Die vielen Nebenerwerbsbetriebe sind im Laufe der letzten Jahre zurückgegangen und die Haupterwerbsbetriebe haben sich wesentlich vergrößert. Statt der Pferde, die bis in die 60er Jahre die Arbeit in Feld und Weinberg verrichteten, sieht man heute nur noch Maschinen, die mit KW und PS die Pferdestärken verdrängt haben. Der Anteil der Arbeitnehmer, die ihren Arbeitsplatz im Rhein-Main-Gebiet haben, wird immer größer. Die Ortsgemeinde erschließt zur Zeit ein Gewerbegebiet in den Gewannen am Sörgenlocher Weg und Abdistelbein. Parallel dazu entsteht in der Gemarkung am Oppenheimer Weg und Grasweg ein Mischgebiet. Am Westring Teil V ist ein neues Wohngebiet mit mehr als 300 Wohneinheiten entstanden.

Saulheim liegt zwischen Mainz und Alzey und verfügt über einen Bahnhof. Im Halbstundentakt kann man in beide Richtungen, also nach Alzey und Mainz fahren. Zwei Anschlüsse an die ehemalige B 40, heute L 401, und der Autobahnanschluss an die A 63 sorgen für eine gute Verkehrsanbindung.

Im Jahre 1969 wurde in Rheinland-Pfalz die Verwaltungsreform durchgeführt. Saulheim kam zur Verbandsgemeinde Wörrstadt und wird seitdem von dort aus verwaltet. Die eingemeindeten Orte haben trotzdem in gewissem Umfang ihre Selbständigkeit behalten, so auch Saulheim.

Unser derzeitiger Bürgermeister Martin Fölix wird von zwei ehrenamtlichen Beigeordneten unterstützt.

Vier Ärzte und zwei Zahnärzte betreuen unsere Bürger und sorgen dafür, dass sie gesund bleiben und ein hohes Alter erreichen. Auch eine Tierarztpraxis findet man in der Ritter-Hundt-Straße. Zwei Banken mit ihren Geschäftsstellen befinden sich am Raiffeisenplatz, der vor einigen Jahren durch einen Geschäftsneubau ein anderes Bild bekommen hat. Unsere Bürger haben die Möglichkeit, sich in zwei Einkaufsmärkten, einem Obst- und Gemüsemarkt, zwei Metzgereien und vier Bäckereien zu versorgen. Vier eingesessene Gastwirtschaften, ein Bistro, eine Pizzeria, eine Eisdiele, die im Sommer auf ihre Sonnenterrasse einlädt, zwei Hotels und drei Pensionen runden das kulturelle und kulinarische Angebot des Ortes ab.

Im Jahr 2000 wurde der Verein Saulheimer Heimatgeschichte gegründet. Daraus geht das Saulheimer Heimatmuseum hervor, das in den oberen Stockwerken der alten Schule, Neue Pforte seinen Platz gefunden hat. Durch eine feste Ausstellung und wechselnde Ausstellungen macht das Museum immer wieder auf sich aufmerksam.

Im Ortsteil Nieder-Saulheim befindet sich die Grundschule am Kapellenberg mit den ersten vier Jahrgängen. Wie viele heutige Grundschulen, ist sie aus der ehemaligen Volksschule hervorgegangen. Nach zweimaliger Erweiterung hat sie ihre Kapazitätsgrenze erreicht, so dass beim Bezug weitere Baugebiete sicher eine zweite ins Auge gefasst werden muss. Die Kinder der höheren Jahrgänge besuchen die weiterführenden Schulen in Wörrstadt, Alzey, Nieder-Olm oder Mainz. Über gut ausgebaute Fahrradwege sind die beiden Nachbarorte Wörrstadt und Nieder-Olm zu erreichen. Die Gemeinde verfügt über vier Kindergärten und einen Kinderhort.

Unser Ortswappen zeigt drei Halbmonde auf rotem Feld und die geschichts- und symbolträchtige Figur Saulheims ist der Ritter-Hundt.

Sein Denkmal steht vor der Volksbank auf dem Raiffeisenplatz. Über ihn gibt es Geschichten zu erzählen und in froher Runde singt man ein Lied auf ihn.

Der „Lange Stein“ an der L 401 ist sagenumwoben, seine Anfänge kaum nachzuvollziehen. Für die Verschönerung des Ortsbildes, die Pflege der Gehölze und die notwendigen Arbeiten der gemeindeeigenen Anlagen steht der Bauhof mit seinen fünf Mitarbeitern zur Verfügung. Sicher gibt es noch viel zu tun. Doch wir sind alle hoffnungsvoll. Mit Inbetriebnahme des neuen Sportzentrums wurden die Möglichkeiten größer, Sportfest und auch andere Feste nach Saulheim zu holen und so Saulheim zu einem liebenswerten Ort zu machen, der sich über die Grenzen Rheinhessens hinaus sehen lassen kann. So fanden hier bereits Landesmeisterschaften der Leichtathleten und weitere Sport events statt. Zu erwähnen wäre ebenfalls auch der Tennis- und Skiclub mit seiner großen Tennishalle und den Tennisplätzen am Westring, im Ritter-Hundt-Zentrum und der Radfahrverein, der jährlich am 1. Wochenende im Mai ein großes Radrennen „Rund um den Rheinsender“ durchführt. Die Fußballer des FSV und die Handballer der SG-Saulheim tragen die sportlichen Aktivitäten weit über die Ortsgrenzen hinaus.

Neue VG-Weinkönigin gewählt

 

Bürgermeister Conrad mit Weinkönigin und Prinzessin 2009/2010Die 20-jährige Anika Schramm aus Ober-Saulheim wird zum Beginn des VG-Weinfestes in Saulheim zur neuen VG-Weinkönigin gekürt. Die Studentin der Getränketechnologie setzte sich in einer hochklassigen Konkurrenz im Rahmen einer öffentlichen Sitzung des Kulturausschusses der Verbandsgemeinde gegen ihre beiden Mitbewerberinnen durch und wird damit ab Pfingsten die Nachfolge der derzeit noch amtierenden VG-Weinkönigin Melisande Stuber antreten.

Sowohl Anika Schramm als auch ihre Konkurrentinnen Kathrin Dörrschuck – eine 21-jährige Medizinische Fachangestellte aus Ober-Saulheim – und die 19-jährige Wörrstädterin Judith Dorst, die derzeit eine Winzerlehre macht, wussten bei ihrer Vorstellung redegewandt zu überzeugen. Kathrin Dörrschuck steht der neuen Weinkönigin als Prinzessin zur Seite.

Quelle: Allgemeine Zeitung vom 23.03.2009

CDU

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Die CDU ist in Saulheim mit sieben Ratsmitgliedern die größte Fraktion. Martin Fölix führt die Ortsgemeinde als Ortsbürgermeister mit großer Umsicht und viel Engagement uneigennützig und ist ein geborener Saulheimer Bürger. Mit ihrem Vorsitzenden Dr. Markus Bachen stellt die Ortspartei einen qualifizierten Beigeordneten, der für Sport, Jugend, Soziales, Touristik und die Kindergärten zuständig ist.

Der Erfolg der CDU bei der letzten Wahl ist neben der damaligen bundespolitischen Großwetterlage vor allem der erfolgreichen Arbeit des Gemeinderates in den vorhergehenden Wahlperioden, an denen die CDU maßgeblichen Anteil hatte, zu verdanken. Ohne die Arbeit der CDU gäbe es in Saulheim kein Bürgerhaus, keine Sportanlage Mühlbachaue, keine Grundschulturnhalle und keinen neuen Kindergarten am Westring, Auch das Gewerbegebiet Saulheim wäre wahrscheinlich nicht ausgewiesen, das Postfrachtzentrum nicht gebaut worden.

Die CDU arbeitet auch in dieser Legislaturperiode aktiv mit. Das Gewerbegebiet wird trotz aller Schwierigkeiten weiter ausgebaut und vermarktet. Auch der Park-and-ride-Platz am Bahnhof und die Neugestaltung des Bahnhofes und seiner Umgebung konnten endlich verwirklicht werden. Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit ist nach wie vor die Verkehrsberuhigung in Ober-Saulheim. Der Bau der „Nordspange” in vertretbarer Form zwischen Saulheim und Wörrstadt muss endlich verwirklicht werden. Hier sehen Fraktion und Partei einen Schwerpunkt ihrer Arbeit.

Selbstverständlich werden auch alle anderen Punkte unseres Wahlprogrammes aktiv weiterverfolgt. Saulheim als Weinort bedarf der Dorferneuerung und Verschönerung, Der herrliche Blick, der sich von den beiden Abfahrten der L 401 bietet, sollte im Ort nicht geschmälert werden. Die Verkehrssituation, der Zustand der Straßen, Freizeitplätze und Kinderspielplätze wollen wir noch wesentlich verbessern.

Bei all dem ist eine solide Haushaltspolitik unabdingbar. Hier ist vor allem die Politik der SPD Landesregierung zu nennen, welche die Gemeindefinanzen immer stärker belastet, so dass trotz aller Einsparungen kein ausgeglichener Verwaltungshaushalt erreichbar ist.
Dies kann so nicht bleiben!

Die CDU ist eine offene Partei. Mitglieder, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind herzlich willkommen. Auch Anregungen werden gerne entgegengenommen.

Sie erreichen den Parteivorsitzenden unter:

info@cdu-Saulheim.de

den Fraktionsvorsitzenden unter:

fraktion@cdu-Saulheim.de

Internet:

www.cdu-Saulheim.de

(Stand: 1.11.2010)

SPD

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Der SPD Ortsverein ist die mitgliederstärkste Partei in Saulheim. Nach der Wahlniederlage bei der Bürgermeisterwahl 1999 entschied sich der Ortsverein – trotz seiner 5 Sitze im Gemeinderat – keinen Beigeordneten zu stellen und sich so nicht an der Regierung zu beteiligen. Seit dieser Zeit betreiben die SPD Fraktion und der neugegründete Vorstand konstruktive Oppositionsarbeit in und für Saulheim. Dabei geht es der SPD um gute Vorschläge und die Zukunft von Saulheim. Unabhängig von Fraktionen oder Sympathien. Zu unserer Zielsetzung zählen unter anderem die Weiterentwicklung des Gewerbegebietes, eine Verbesserung der Kindergartensituation, eine durchdachte Ortsentwicklung und eine Verbesserung der Verkehrssituation. Besonders am Herz liegt der SPD die Weiterentwicklung der Ober-Saulheimer Infrastruktur. Aber auch auf nicht politischer Ebene ist der SPD Ortsverein stets bemüht, zu einer guten Lebensqualität in Saulheim beizutragen. So realisiert der Ortsverein jährliches Kabarett, Familienfeste und ähnliches.Falls Sie Fragen oder Anregungen haben oder sich an unserer politischen Arbeit beteiligen möchten, senden Sie einfach eine E-Mail an:

SPD-Vorstand-Saulheim@web.de  

oder

SPD-Fraktion-Saulheim@web.de  

Mehr über die SPD im Internet

www.spd-saulheim.de

Grün-Alternative Liste GAL

GAL Saulheim– Anzeige –

Die Grün-Alternative Liste Saulheim (GAL) ist ein Zusammenschluss ökologisch-, sozial- und friedensorientierter Menschen in Saulheim. Bereits 1984 konnte sie in den Gemeinderat einziehen. Durch hohes Engagement und Kompetenz schaffte es die GAL, 1989 zweitstärkste Fraktion im Gemeinderat zu werden und bis 1991 die 1. Ortsbeigeordnete zu stellen. In dieser Funktion machte Birgit Thörle durch starke zeitliche und fachliche Präsenz Kommunalpolitik direkt vor Ort. Die Anerkennung dafür erhielt sie 1994, als sie in der Stichwahl zur Bürgermeisterwahl 46% der Stimmen auf sich vereinen konnte. Von 1999 bis 2004 stellte die GAL mit Bernhard Bögelein den 3. Ortsbeigeordneten.

Bei der letzten Kommunalwahl erzielte der Bürgermeisterkandidat der GAL Markus Kirchhöfer mir rund 25 % einen Achtungserfolg, und die GAL errang vier Gemeinderatsmandate.

Wofür wir uns einsetzen

  • Kinder- und familienfreundliche Politik (z.B. Kindergärten, Kinderhort, Jugendpfleger)
  • Bürgernahe Verwaltung (z.B. Bürgerversammlungen)
  • Ökologie und Umweltschutz in der Gemeinde (z.B. Wertstoffhof, Feldholzinseln, Grün im Ort)
  • Dorferneuerung (z.B. Gestaltungssatzung, sinnvolle Erhaltung, maßvolle Bebauung)
  • Sinnvolle Ansiedlungspolitik im Gewerbegebiet (z.B. Ansiedlung klein- und mittelständischer Betriebe)

Weitere Informationen

Die vier Gemeinderäte stehen Ihnen jederzeit gerne für Rückfragen und weitergehende Infos zur Verfügung:

Markus Kirchhöfer, Tel. 3146
Birgit Thörle, Tel: 4780
Waltraud Oehler, Tel. 5908
Anke Gersie, Tel. 3921

per Email:info@gal-saulheim.de

Wir freuen uns auf angeregte Diskussionen und neue Ideen von Ihnen!

Weitere Infos gibt es auch im Internet: www.gal-saulheim.de

Beigeordnete

1. Beigeordneter Franz Daichendt

Sprechzeiten

siehe Seitenleiste rechts

Kontakt

daichendt@gmx.de

Zuständigkeiten (zusammen mit dem Beigeordneten Torsten Wethlow)

  • Bau
  • Planung
  • Verkehr
  • Dorfentwicklung
  • Umwelt
  • Vermarktung des Gewerbegebietes Saulheim und Grundstücke

Beigeordneter Dr. Markus Bachen

Tel. 067327938508, Im vorderen Pfeiler 8e, 55291 Saulheim

Sprechzeiten:

siehe Seitenleiste rechts

Kontakt:

mbachen@gmx.de

Zuständigkeiten:

  • Jugend
  • Soziales
  • Sport
  • Touristik
  • Kindergärten und Hort
  • Jugendhaus
  • Kinderspielplätze

Beigeordneter Torsten Wethlow

Sprechzeiten:

siehe Seitenleiste rechts

Kontakt:

torstenwethlow@yahoo.de

Ortsbürgermeister

Seit September 2009 ist Martin Fölix Ortsbürgermeister von Saulheim.

Sprechzeiten

Mittwoch 14.00-17.00 Uhr

Zuständigkeiten

  • Gemeinderat
  • Bürgerversammlungen
  • Bürgergespräche
  • Bürgerinitiativen
  • Vertretung der Gemeinde
  • Zusammenarbeit mit Organisationen und Verbänden
  • Leitung der Ortsverwaltung
  • Wahlen
  • Statistik
  • Personalangelegenheiten
  • Zusammenarbeit mit der Personalvertretung
  • Presse- und Informationsarbeit
  • Veröffentlichungen
  • Partnerschaften in Zusammenarbeit mit dem 1. Beigeordneten
  • Protokolle
  • Haushalt
  • Finanzen
  • Kasse
  • Steuern
  • Abgaben
  • Rechnungsprüfung
  • Liegenschaften
  • Wirtschaftsförderung
  • Vergabe von Leistungen und Lieferungen
  • Rechtsangelegenheiten
  • Eigenversicherung
  • Schadensangelegenheiten
  • Wohnungswesen