Volkstrauertag

Aufgrund der Corona-Pandemie konnte die geplante Gedenkfeier zum Volkstrauertag am Sonntag im Bürgerhaus nicht stattfinden.

Bei herrlichem Spätherbstwetter fanden sich die Beigeordneten, die Vorsitzenden vom VDK Saulheim und ich uns um 14 Uhr auf dem Friedhof Neupforte und anschließend auf dem Friedhof in der Friedhofstraße vor den Kriegsdenkmälern ein, um den Opfern von Gewalt und Krieg aller Völker zu gedenken. Wir gedachten der Soldaten, die in den Weltkriegen starben, der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren.
Wir gedachten derer, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, Teil einer Minderheit waren, oder derer Leben wegen einer Erkrankung oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurden. Wir gedachten derer, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft geleistet haben, und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten.
Wir trauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Bundeswehrsoldaten und anderen Einsatzkräfte, die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren. Wir gedachten auch derer, die bei uns durch Hass und Gewalt gegen Fremde und Schwache, Opfer geworden sind. Wir trauern mit allen, die Leid tragen um die Toten und teilen ihren Schmerz.
Aber unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern, unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt.

Martin Fölix, Ortsbürgermeister

 

 

Bild: Ch. Pietrzeniuk, Käthi Dill