Weihnachts- und Neujahrsgruß

Liebe Saulheimerinnen und Saulheimer,

die Corona-Pandemie hat uns das ganze Jahr über beschäftigt. Wenn auch durch die Impfung manches entspannter geworden ist, stellt die Pandemie immer noch eine Bedrohung dar. Ich denke das wird auch weiterhin so bleiben, solange nicht alle geimpft sind.

Dass die Nerven bei vielen Leuten deswegen blank liegen merke ich an den Briefen von Bürgern, die bei uns eingehen. Wenn sich alle impfen lassen würden, wäre die Lage viel entspannter. Dennoch sollten Sie versuchen über die Weihnachtsfeiertage innerlich zur Ruhe zu kommen und den Frieden zu finden, von dem jedes Jahr an Weihnachten gesprochen wird. Bei Auseinandersetzungen und Meinungsverschiedenheiten, egal ob in der Familie oder auf der Arbeit, ist es ganz wichtig miteinander zu reden. Gehen Sie mit gutem Vorsatz ins neue Jahr. Wir alle können unseren Beitrag für gute Zusammenarbeit und eine gute Gemeinschaft leisten.

Sicherlich fragen sich auch viele, wie es nächstes Jahr weiter gehen wird. Pflegekräfte arbeiten bis zum Limit. Wird es uns gelingen Impfgegner doch noch vom Nutzen der Impfung zu überzeugen und sich impfen lassen, um sich und andere zu schützen? Was wir jedoch alle wollen und uns wünschen ist, wieder ein normales Leben zur führen.

Auch wir in der Gemeindeverwaltung müssen in der Krise umdenken. Im vergangenen Jahr wurden viele Präsenzsitzungen abgesagt und fanden digital statt. Viele haben Angst vor einer Ansteckung und möchten Kontakte reduzieren.

Auch für unsere rund 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen wir eine große Verantwortung. Anfangs wurden unsere KiTa´s und auch Schulen geschlossen. Unsere Kinder mussten zuhause bleiben, Schulkinder hatten Homeschooling. Jedoch war das auf Dauer keine Lösung. Nachdem die meisten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geimpft waren, konnten wir wieder etwas aufatmen. Es gab uns allen wieder mehr Sicherheit im Alltag und bei der Arbeit.

Dass die Arbeit weniger wurde, kann keiner behaupten Im Gegenteil, durch die neuen Herausforderungen und Umstellungen kam einiges an Mehrarbeit hinzu.

Das Hauptthema in unserer Verwaltung und bei den Ortsgemeinderäten ist immer noch, dass alle Ein- und Zweijährigen einen KiTa-Platz bekommen sollen. Wir stecken immer noch mitten in den Planungen für die neue KiTa in der Schillerstraße. Wir mussten einsehen, dass die Umsetzung länger dauert als zunächst angenommen. Das Grundstück in der Schillerstraße haben wir über einen Erbbauvertrag von der Kath. Kirchengemeinde bekommen. Wenn der Bebauungsplan dann offen gelegt und spruchreif wird, können wir den Architekten-Wettbewerb starten, was ungefähr ein Jahr in Anspruch nehmen wird. Also musste eine andere Lösung für unsere KiTa´s her. Die Aufstellung von Containern sollte nur vorübergehend sein und so wurde beschlossen, an die KiTa´s anzubauen und dies ziemlich zeitgleich. Angebaut wird in den KiTa´s Regenbogen, Rappelkiste und Mühlbachindianer. Die KiTa Spatzennest wird umgebaut sowie auch die Küche der KiTa Mühlbachindianer. Beginn aller Baumaßnahmen soll im Frühjahr 2022 sein.

Im neuen Jahr wollen wir auch den Umbau des Rathausplatzes (Brunnenplatz) angehen.

Ein weiteres großes Projekt das ansteht, ist die Planung und Realisierung des Neubaugebietes „Rheinhessenblick“, am Kreisel westlich der Mainzer Straße. Hier sind jedoch noch einige Hürden zu überwinden bis wir alle Genehmigungen haben und einen Bebauungsplan auf den Weg bringen können. Das größte Problem stellt die Vorschrift zur Errichtung eines Lärmschutzwalls/-wand an der Landstraße L401 dar.

Was nächstes Jahr auch noch ansteht, ist der Bau eines Kreisels an der Aral-Tankstelle. Baubeginn soll im Frühjahr 2022 sein. Zudem soll im Sörgenlocher Weg eine Ampelanlage installiert werden.

Die Bebauungspläne im Gewerbepark Teil IV, hinter dem RWZ in Richtung Nieder-Olm, und im Gewerbepark Teil II (Lückenschluss) sollen geändert und offen gelegt werden.

Beschlossen wurde auch die Umlegung und Renaturierung der Mühlbach ab Ortseingang, aus Richtung Wörrstadt kommend, bis zur Mühlbachaue. Bis zur Bachumlegung wird es jedoch noch Jahre dauern, da zunächst die hierfür notwendigen Grundstücke angekauft werden müssen. Das gilt auch für die Nordspange, die schon seit 30 Jahren in Planung ist. Wenn es so weiter geht, werde ich diese Straße nicht mehr erleben.

Was jedoch erfreulicherweise fertig gestellt wurde, ist die Neuverrohrung des Mühlbaches in der Untergasse an der KiTa Spatzennest. Wegen der Einsturzgefahr lagen dort ca. 15 Jahre lang Stahlplatten über der Brücke um diese zu stabilisieren.

Vom Land Rheinland-Pfalz konnten wir das Grundstück um den „Langen Stein“ erwerben. Somit konnte der Parkplatz umgestaltet und attraktiver gemacht werden.

Für die Wanderwege bzw. den Tourismus konnten wir einen Leader-Antrag stellen.

Die Nordwand der alten Schule/Heimatmuseum konnte, in Absprache mit der Denkmalschutzbehörde und der VG-Verwaltung Wörrstadt, in Eigenleistung und vielen freiwilligen Helfern instandgesetzt und neu gestrichen werden, sodass sie jetzt im neuen Glanz erstrahlt. Im neuen Jahr wird auch die Heizung erneuert und die zurzeit einfachverglasten Fenster und Türen gegen neue ausgetauscht.

Der Bebauungsplan vom Kapellenberg, der seit 20 Jahren vorliegt, soll jetzt offen gelegt und – wenn alles gut geht – ab Sommer 2022 bebaut werden.

In vergangenen Sommer hatte der Ortgemeinderat beschlossen, die Aufstellung eines Ortsentwicklungsplanes für Saulheim auf den Weg zu bringen.

Nachdem wir in der Friedhofstraße neben dem Friedhof ein Grundstück erworben haben, konnte der Platz geschottert und befestigt werden, sodass wir nun endlich einen Parkplatz am Friedhof haben.

Zurzeit wird im alten Ortskern viel abgerissen und neu gebaut. Dort wo früher größere landwirtschaftliche Gehöfte standen, entstehen jetzt neue Wohnhäuser.

Auch wird in Saulheim über das Thema Windkraftanlagen gesprochen. Wir brauchen grünen Strom, ob und wann das zustande kommen wird ist abzuwarten. Hierfür müssen noch einige Hürden bewältigt werden.

Wie Sie sehen, haben wir Vieles auf den Weg gebracht. Das sind aber nur einige größere Projekte. Die vielen Kleinigkeiten die zu erledigen sind, sieht keiner. Es gäbe noch einiges zu berichten, was in 2021 so alles geplant wurde.

Zum Schluss möchte ich mich bei den vielen ehrenamtlichen Helfern bedanken, die u.a. am Dreckwegtag, bei kleinen Reparaturen oder sonstigen Einsätzen einen Dienst für die Gemeinschaft verrichtet haben. Ebenso bei der Rentnerband, die uns tatkräftig bei vielen Arbeiten unterstützt.

Herzlichen Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ortsgemeinde. Ihr habt dieses Jahr vorbildliche Arbeit geleistet und habt trotz der Krise den Betrieb, besonders in den KiTa´s, am Laufen gehalten.

Danken möchte ich auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verbandsgemeindeverwaltung, sowie den zahlreichen Kooperationspartnern und Firmen.

Ein großes Dankeschön geht an alle, die sich neben ihren Verpflichtungen in Familie und Beruf, für andere Menschen einsetzen, sei es im sportlichen, kulturellen oder sozialen Bereich. Dadurch zeigen sie, dass sie gerne in Saulheim leben und sich mit unserer Gemeinde identifizieren. Deshalb bin ich für die vielen Anregungen und Hinweise der Bürgerinnen und Bürger sehr dankbar. Es zeigt uns, dass sie unser Handeln wahrnehmen und aufmerksam verfolgen. Das ist sehr wichtig für uns.

Auf diesem Weg möchte ich mich auch bei den Schülerlotsen bedanken, die jeden Morgen dazu beitragen, dass unsere Kinder sicher zur Schule kommen.

Danke auch für die vielen Nachbarschaftshilfen, die gerade in dieser schwierigen Zeit sehr wichtig geworden sind und gebraucht werden, sowie den Flüchtlingshelfern für ihre großartige Arbeit und ihr Engagement.

Liebe Saulheimerinnen und Saulheimer, ich wünsche Ihnen und allen die mit Ihnen verbunden sind, auch im Namen unserer Beigeordneten Klaus Semmler, Kathrin Oehler und Mario Dechent sowie dem Seniorenbeauftragen Wolfgang Rüttgens, von ganzem Herzen ein gesegnetes, friedvolles, besinnliches und frohes Weihnachtsfest. Ich wünsche Ihnen Ruhe und Zeit für die Familie, sammeln Sie Kraft für das Neue Jahr 2022 und bleiben Sie alle gesund!

Ihr Martin Fölix

Ortsbürgermeister