Zweite Stolpersteinverlegung für Saulheim

Am 25. Juni 2026 wurden in Saulheim zum zweiten Mal Stolpersteine verlegt. Nach der Verlegung von 18 Stolperseinen genau ein Jahr zuvor, sollen auch diese elf Stolpersteine an jene jüdischen Mitbürger erinnern, die einst in Saulheim zuhause waren.

Menschen, die hier gelebt haben, gearbeitet, Nachbarn waren – Teil unserer Dorfgemeinschaft – und die in der Zeit des Nationalsozialismus entrechtet, verfolgt, deportiert, ermordet wurden oder fliehen mussten, weil sie jüdischen Glaubens waren.

Trotz der hohen Temperaturen, schon morgens um 9 Uhr, verfolgten knapp 20 Saulheimer Bürgerinnen und Bürger die Verlegung der Stolpersteine an dem jeweils letzten frei gewählten Wohnsitz. An jeder Verlegestelle wurde, wie im Jahr zuvor, des Schicksals der einzelnen Familien gedacht – bewegende, teils erschütternde Geschichten, die viele von uns tief berührt haben. Dieses stille und aufmerksame Miteinander war ein starkes Zeichen der Anteilnahme und des

Am 25. Juni 2026 wurden in Saulheim zum zweiten Mal Stolpersteine verlegt. Nach der Verlegung von 18 Stolperseinen genau ein Jahr zuvor, sollen auch diese elf Stolpersteine an jene jüdischen Mitbürger erinnern, die einst in Saulheim zuhause waren. Menschen, die hier gelebt haben, gearbeitet, Nachbarn waren – Teil unserer Dorfgemeinschaft – und die in der Zeit des Nationalsozialismus entrechtet, verfolgt, deportiert, ermordet wurden oder fliehen mussten, weil sie jüdischen Glaubens waren.

Trotz der hohen Temperaturen, schon morgens um 9 Uhr, verfolgten knapp 20 Saulheimer Bürgerinnen und Bürger die Verlegung der Stolpersteine an dem jeweils letzten frei gewählten Wohnsitz. An jeder Verlegestelle wurde, wie im Jahr zuvor, des Schicksals der einzelnen Familien gedacht – bewegende, teils erschütternde Geschichten, die viele von uns tief berührt haben. Dieses stille und aufmerksame Miteinander war ein starkes Zeichen der Anteilnahme und des Gedenkens.

Die Verlegung wurde in diesem Jahr von Frank-Matthias Mann durchgeführt, dem Assistenten von Gunter Demnig, dem Initiator des Projekts „Stolpersteine“, der leider krankheitsbedingt absagen musste. Über die Ostergasse 28, die Heileckergase 20, Mainzer Str. 7 fand die Verlegung ihren Abschluss in Ober-Saulheim in der Nieder-Saulheimer Str. 8.

Aufgrund der Hitzewarnung für den Tag, wurde der geplante abendliche Rundgang zu allen bisher verlegten Stolpersteinen kurzerhand als „Virtueller Rundgang“ um 17:30 Uhr ins kühlere Rathaus verlegt. Ca. 15 Bürgerinnen und Bürger nahmen die Einladung an und erfuhren mehr zu den Schicksalen der Mitbürger, die von den Nationalsozialisten wegen ihres jüdischen Glaubens verfolgt, deportiert, ermordet wurden oder fliehen mussten.

Ein besonderer Dank geht an das engagierte Organisationsteam, das in monatelanger Arbeit dieses Projekt ermöglicht hat – mit großer Sorgfalt, geschichtlichem Feingefühl und viel persönlichem Einsatz: für die historischen Recherchen, die Kontaktaufnahme mit Nachfahren, die Koordination mit dem Büro Demnig, die Organisation der Veranstaltungen und die Öffentlichkeitsarbeit. Diese Arbeit verdient höchste Anerkennung.

Wir danken außerdem den zahlreichen interessierten Saulheimerinnen und Saulheimern, sowie den Spendern der Stolpersteine. Alle haben gezeigt: Wir vergessen nicht.

Mehr Informationen zu den Familien und ihren Schicksalen erhalten Sie über folgenden QR-Code oder über www.saulheim.de/stolpersteine-saulheim:

Die Verlegung der Stolpersteine war ein sichtbares Zeichen: Für Erinnerung. Für Menschlichkeit. Für ein respektvolles Miteinander. Möge dieser Tag in unserem Denken und Handeln nachwirken.

Christoph Fölix, Ortsbürgermeister

Bild: Hans-Martin Schütz