Zu Saulheim steht der Ritter Hundt

Zur Errichtung seines Denkmals am 8. Mai 1987

Jetzt hört man von ihm nicht mehr nur singen und sagen – jetzt steht er auch in Lebensgröße da: als Steinfigur aller Welt sichtbar, mitten in Saulheim. Am 8. Mai 1987 ist „der Ritter Hundt“ endlich zum Wahrzeichen seines Heimatdorfs geworden. Vor allem Volke hat man ihm mit einem Kran auf die Beine geholfen, dem Vielgerühmten ein Denkmal gesetzt.

Der akademische Bildhauer und Steinmetzmeister Melchior Gresser junior aus Eisingen bei Würzburg hat das Standbild aus rotem Main-Sandstein geschaffen. Die Mainzer Volksbank hat es den Bürgern von Saulheim gewidmet und dem Ortsmittelpunkt damit einen verschönernden Akzent verliehen. Auch der Saulheimer MVB-Niederlassung, 1984 errichtet, gereicht das Denkmal zur Zierde. Es erstand im Glanz von zwei Jubiläen: Die MVB wird in diesem Jahre 125, ihre Saulheimer „Tochter“ 95 Jahre jung. Der Name Raiffeisenplatz, nun auch zum Ritter-Hundt-Platz geworden, verweist auf ihre Geschichte.

Es ist keine Frage, warum die Saulheimer – trotz vieler ehrenwerter Ritter, die hier hausten – ausgerechnet auf den Hundt gekommen sind. Und dann noch auf einen einzigen, legendären Vertreter seines großen Geschlechts. Irgendein Hundt muss so um 1500 alle Adelsgenossen ständig unter den Tisch getrunken haben. Die Kunde von seinem ungeheuren Weindurst soll sich in einer alten Mainzer Ballade niedergeschlagen haben, aus der sich das Lied vom Ritter Hundt entwickelt hat. Dem Refrain entnimmt man bei jeder Gelegenheit die Behauptung: „Herr Hundt von Saulheim soff den Wein/bei Sunn und auch bei Mondenschein“. Das hat den Ritter populär gemacht.

Die Bedeutung für Saulheim

Angesichts seiner besonderen Bedeutung für Saulheim ist mehr Wissen über das Geschlecht der Hundte ganz sicher willkommen. Dass sie die bedeutendsten aller aus Saulheim kommenden Edelleute waren, geht schon aus der Position ihres Wappens in der Abbildung rechts hervor. Also denn:

Die Hundte von Sowelnheim

Trotz des Wau-Wau-Gebells im Ritter-Hundt-Lied soll der Name des Geschlechts nicht von unseren vierbeinigen Freunden sondern von der germanischen „Hundertschaft“ herkommen. Das waren hundert wehrfähige Männer, die zum „Hundsding“ (Thing) eilten, wo Recht gesprochen wurde. „Hun“ oder „Hund“ sollte der Würdige genannt worden sein, der dieser Körperschaft vorstand. Unsere Ritterfamilie variierte die Schreibweise ihres Namens durch die Jahrhunderte von „Hunt“ über „Hund“ bis „Hundt“. Wir halten uns an die letzte Version. Den Namensteil „von Saulheim“ kürzen wir im Folgenden auch mal mit „v. S.“ ab.

Ritter, die sich nach ihrem Wohnort „de Sowelnheim“, also „von Saulheim“ nennen, gibt es schon zu Beginn des 12. Jahrhunderts. Sie stehen als Kleinadel in den Diensten der Erzbischöfe von Mainz oder des Hochadels – wie der von Bolanden oder von Hohenfels. Um 1300 sind aus dem Geschlecht derer „von Saulheim“ die sechs adligen Familien Erlenhaupt, Mohn, Hirth, Kreis (Ring), Salentin (Seltin) und Hundt geworden. Alle verbinden ihren Familiennamen mit dem Adelstitel „von Saulheim“. Alle sechs führen drei Halbmonde im Wappen, die wohl auf die Teilnahme an Kreuzzügen hinweisen sollen. Die „Türken-Halbmonde“, später auch „Heiden-Wappen“ genannt, werden in der Folgezeit mal zunehmend, mal abnehmend dargestellt, und die Hundte setzten noch einen schwarzen Stern dazwischen. Ihre Monde standen rot in silbernem Feld.

Freie Reichsritterschaft

Schon diese ersten sechs Saulheimer Adelsfamilien konnten sich im 14. Jahrhundert als reichsfreie Ritter zu einer Ganerbschaft zusammenschließen, einer alten Rechtsform, nach der sie ihren Wohnort gemeinsam verwalten durften, dort Recht sprechen mussten und über steuerliche Einkünfte gemeinschaftlich verfügen konnten. Alle zwei Jahre wurde ein adliger Ganerbe zum Bürgermeister gewählt. Die Rechte waren auf die nachfolgenden Geschlechter oder neue Ganerben übertragbar.

Von Fürsten unabhängig, waren solche Kleinterritorien im Prinzip nur dem Kaiser untertan. Die Nieder-Saulheimer Ganerben gehörten wie die Udenheimer, Bechtolsheimer, Mommenheimer und Schornsheimer Ganerben zum Kreise der oberrheinischen Reichsritterschaft, der ihre Interessen vertrat und seinen Sitz in Mainz hatte. Dass der dem Range nach „erste“ deutsche Kurfürst dort als kaisernaher Erzkanzler des Reiches residierte, hatte die Stadt zum Zentrum des reichsunmittelbaren Adels gemacht.

Auch aus diesem Grunde sahen die Hundte ihre Hauptstütze stets in Mainz, zumal die Pfalzgrafen und späteren Kurfürsten von der Pfalz den Ganerbschaften immer mehr Rechte abzutrotzen versuchten. Seit 1494 stand Nieder-Saulheim unter der „Schirmherrschaft“ von Kurpfalz. Ab 1683 hatte „der Pfälzer“ dort die Zollrechte (dem angrenzenden Mainz gegenüber) und konnte einen Obervogt zur Wahrnehmung seiner Rechte ansiedeln.

In Mainzer Diensten

Eine Urkunde aus dem Jahre 1311 berichtet als erste von einem „Hunt von Sowelnheim“ und die zweite 1338 von einem Ritter „Hermann Hunt“, dem Erzbischof Heinrich von Mainz soeben das Amt Burg Gieselwerder bei Aschaffenburg übergeben hatte. 1352 hält ein Hundt v. S. mit anderen Rittern dem Mainzer Erzbischof Heinrich die Treue, obwohl Papst Clemens VI. den Grafen Gerlach von Nassau als Erzbischof eingesetzt und alle Widersacher mit dem Kirchenbann belegt hat. 1360 bekundet ein Hundt v. S., dass er von Erzbischof Gerlach zum Erbburgmann auf Schloss Gernsheim ernannt worden ist. Die hoch angesehenen Hundte übernehmen wichtige Ämter und dehnen ihren Einfluss aus. Heiraten verbinden sie mit höherem Adel wie den Sickingern und Sponheimern, den Familien von Oberstein, Schönborn und Knebel von Katzenellenbogen.

Ab 1400 treten sie stärker als leitende Gerichtsherren hervor: in Nieder-Saulheim, Waldalgesheim und Schweppenhausen bei Stromberg wie auch in Nierstein, wo ein Hermann Hundt v. S. um 1470 dem Rittergericht vorgestanden haben soll. Seit 1935 wiederholen die Niersteiner Anfang August seinen Auftritt als Festspiel, lassen sie den Ritter vier Tage lang ihr Winzerfest regieren. Leert er nach dem Eintritt in blanker Rüstung den dreiviertel Liter fassenden Pokal „in einem Zug“, so pflegt er zu sagen: „Wem niemals ausgeht solcher Wein, um den ist’s gut bestellt, und dem erscheint im Sonnenschein die ganze krumme Welt.“

Ein prächtiges Grabdenkmal mit dem Drei-Monde-Wappen in der Niersteiner Martinskirche bezeugt übrigens, dass ein Ritter der Ganerbenfamilie Erlenhaupt von Saulheim bis zu seinem Tod anno 1539 in Nierstein ansässig war.

Wo überall das Wappen prangt

1471 erschienen die Hundte im Burgmannenverzeichnis von Alzey und Oppenheim. In dieser Zeit gab es in Nieder-Saulheim eine „Huntgasse“, in der die Hundte residiert haben müssen. Man vermutet, dass es in der Nähe der Schlossgasse gewesen ist. In einem Register des Mainzer Heilig-Kreuz-Stifts, das Nieder-Saulheim durch geistliche Betreuung verbunden war, wird diese Huntgasse genannt. Im Ortsteil Ober-Saulheim gibt es immer noch eine, und eine neue Ritter-Hundt-Straße verbindet beide Ortsteile heute.

Nachdem sie vom Mainzer Kurfürsten mit Lörzweiler belehnt worden ist, zieht eine Seitenlinie der Hundte im 16. Jahrhundert dorthin ins Schloss. Im 17. Jahrhundert geht der Ort durch Heirat an die Freiherren von Hettersdorff über. An der Choraußenwand der Lörzweiler Michaelskirche und drinnen, am Triumphbogen erinnern Drei-Monde-Wappen aber immer noch daran, dass die Hundte hier lange Ortsherren gewesen sind. Ihr Wappen ist auch im Wormser Dom auf der Grabplatte eines 1729 verstorbenen Hettersdorff für immer präsent. Der Kundige entdeckt es überrascht auch in der Vorhalle der Sarlesheimer Kirche bei Neu-Bamberg oder am Erker und an den Toren eines Renaissance-Hofes in St. Martin bei Maikammer in der Pfalz.

In der Simultankirche der Ganerbschaft Bechtolsheim kniet die Familie eines Hans Hundt v. S. an einem großartigen Epithaph vor einem Relief mit der Bekehrung des heiligen Paulus. Das Drei-Monde-Wappen mit dem Stern krönt das kostbare Grabdenkmal des 1595 verstorbenen Ritters. Eine Inschrift singt ein Loblied auf ihn. Den Figuren wurden leider die Köpfe abgeschlagen. 1651 ist ein Hundt erneut Ganerbe in Bechtolsheim.

Vom Dorf in den Dom

Das nun weitverzweigte Geschlecht ist inzwischen längst aus dem ländlichen Kleinadel heraus. In der Zeit von 1550 bis 1650 ist ein Jörg Hundt v. S. Deutsch-Ordens-Komtur in Frankfurt, ein Johann Friedrich Hundt v. S. wird Fürst und Groß-Prior des Johanniter-Ordens in Deutschland. 1581 wendet sich Johann Christoph Hundt v. S., Domherr zu Mainz und Speyer, wieder ins weltliche Leben zurück. Er wird „Fürstlich-Speyerischer Ober-Amtmann“, heiratet Christina von Dienheim und nach deren Tod Anna Praxedis von Partenheim. Drei von deren Söhnen machen Vaters „Resignation“, wie das damals hieß, wieder gut und werden Domherr zu Mainz, Domdechant in Speyer und Domherr zu Würzburg.

Den letzteren beruft Erzbischof-Kurfürst Johann Philipp von Schönborn nach Mainz. Es ist Adolf Hundt v. S., der 1665 als Domprobst einen Marienaltar „in den Dom stiftet“. Er steht heute als „Saulheimer Altar“ in der vorletzten Kapelle des nördlichen Seitenschiffs. Als Stifterwappen zeigt er die drei Halbmonde mit dem Stern – und in seiner rechten Seitennische die Figur des knieenden Stifters! Damit ist uns – nach der Bechtolsheimer „Enthauptung“ – die wohl einzige lebensechte Abbildung eines Hundts von Saulheim erhalten geblieben. Inschriften weisen auf „Adolphus Hundt a Saulheim“, seine Würden und Ämter hin. Sein Grab kennen wir nicht.

Unbekannt …

… ist auch die Stelle, an der ein 1632 verstorbener Generalvikar Johann Wilhelm Hundt v. S. in der Mainzer Dom-Memorie bestattet worden ist, und ob es sich bei einem stark beschädigten gotischen Grabdenkmal an der Außenwand des Dom-Westchors um die Abbildung eines Hundt v. S. handelt, ist fraglich. Die beiden Wappen über seinem Haupt zeigen die Halbmonde ohne Stern.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts gehören von den ersten Saulheimer Ganerbenfamilien nur noch die Hundte zum Ganerbenverband. Mächtigere Adelsgeschlechter haben die anderen beerbt, abgefunden oder verdrängt. Die bis zur französischen Revolution bestehende Ganerbschaft besitzen jetzt die Familien Langwerth von Simmern, von Wallbrunn, von Horneck, von Haxthausen, von Dienheim, von Vorster und Hundt von Saulheim. Die Hundte waren damals das älteste, aber nicht das letzte Saulheimer Ganerbengeschlecht. Und das ist ihr Finale:

Johann Adolf Hundt v. S. ist um 1660 als Obrist-Leutnant von Kurmainz Kommandant der Feste Königstein. Sein Enkel Johann Christian Hundt, Kurmainzer Geheimrat, lässt seinen Sohn Adolph Geistlicher werden. Dieser stirbt 1750 als Domprobst zu Fulda. Mit ihm erlischt urplötzlich das Geschlecht. Er war der letzte Hundt von Saulheim. Sein 1668 verblichener, gleichnamiger Verwandter Adolf v. S. war als Domprobst in Mainz dem höchsten Amt nahe, das ihm hätte zuteil werden können: dem des Erzbischof-Kurfürsten.

1793 wurden unter dem Revolutionsregime der Franzosen in Saulheim die Embleme der Wappen an den Adelshöfen zerschlagen. Mit der niedergelegten Bartholomäuskirche von Nieder-Saulheim verschwanden ab 1830 auch die seit 1324 darin errichteten Grabdenkmäler des Ortsadels. 1853 hat man ein auf dem Friedhof gefundenes Steinwappen mit den drei Halbmonden an einer Wand des Rathauses befestigt. Merkwürdigerweise stehen die Halbmonde darauf völlig anders als auf den uns sonst bekannten Wappen der Ritter von Saulheim, deren Tradition im Ortswappen weiterlebt (siehe Abbildung oben).

Alle Rechte bei Dr. Hans Kersting, Mainz

(Veröffentlicht zur Errichtung des Ritter-Hundt-Denkmals 1987 in Zusammenarbeit mit der Mainzer Volksbank e.G.)

Saulheim hat eine neue Ortsspitze

Am Mittwoch, den 11.09.2024, wurde unter großem Zuschauerinteresse in der konstituierenden Sitzung des Ortsgemeinderates im Bürgerhaus Christoph Fölix als neuer Ortsbürgermeister von Saulheim vereidigt.

Weiterlesen…

Beigeordnete

1. Beigeordnete Kathrin Oehler

Sprechzeiten und Kontakt:

siehe Seitenleiste links

 Zuständigkeiten:

  • Jugend
  • Soziales
  • Kindertagesstätten und Hort
  • Jugendhaus
  • Kinderspielplätze

 

 

Beigeordnete Brigitte Messerschmidt-Zorn

Sprechzeiten und Kontakt:

siehe Seitenleiste links

Zuständigkeiten

  • Bau
  • Planung
  • Verkehr
  • Dorfentwicklung
  • Umwelt
  • Vermarktung des Gewerbegebietes Saulheim und Grundstücke

Ortsbürgermeister

Christoph Fölix

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Gäste,

herzlich willkommen auf der Homepage der Ortsgemeinde Saulheim!

Schön, dass Sie den Weg zu uns gefunden haben – digital oder vielleicht auch bald persönlich. Saulheim ist eine lebendige Gemeinde mitten in Rheinhessen: geprägt von Wein, Natur und einem starken Zusammenhalt.

Eingebettet in die sanften Hügel unserer Region lädt Saulheim zum Entdecken und Genießen ein. Unsere Weingüter prägen das Ortsbild und bieten die Möglichkeit, die Vielfalt rheinhessischer Weine direkt dort zu erleben, wo sie entstehen. Einkehrmöglichkeiten schaffen Orte der Begegnung und laden zum Verweilen ein.

Mit rund 8.300 Einwohnerinnen und Einwohnern ist Saulheim die größte Gemeinde der Verbandsgemeinde Wörrstadt – ein Ort, der wächst und sich weiterentwickelt, ohne seine Bodenständigkeit zu verlieren. Unsere Vereine und Initiativen sorgen mit ihrem Engagement dafür, dass Saulheim lebendig bleibt und Gemeinschaft spürbar wird.

Im Frühjahr 2026 kommt mit der neuen Hiwweltour „Saulheimer Hölle“ ein weiteres Highlight hinzu – ein Wanderweg, der unsere Landschaft von ihrer schönsten Seite zeigt. Das Renaturierungsgebiet Mühlbachaue steht für unser Engagement im Natur- und Umweltschutz und verbindet Erholung, Bildung und Artenvielfalt mitten im Ort.

Besonders am Herzen liegt uns, dass sich Familien bei uns wohlfühlen. Fünf kommunale Kindertagesstätten und ein privater Waldorfkindergarten prägen das bunte Bild frühkindlicher Bildung in Saulheim – mit engagierten Teams und vielfältigen pädagogischen Ansätzen. Naturpädagogik und Bildung für nachhaltige Entwicklung sind dabei feste Bestandteile der Arbeit in unseren Einrichtungen. Eine moderne Grundschule und ein verlässliches Betreuungsangebot ergänzen diese wichtige Basis für junge Familien.

Gleichzeitig investieren wir in die Zukunft: Neue Baugebiete schaffen Wohnraum, nachhaltige Mobilität mit Carsharing und guten ÖPNV-Verbindungen sorgt für umweltfreundliche Wege. Eine starke Nahversorgung mit Geschäften und Gastronomie bietet kurze Wege im Alltag, und durch die Bahnverbindungen nach Mainz und Alzey sowie den direkten Autobahnanschluss an die A63 ist Saulheim hervorragend angebunden – ländlich gelegen und doch mitten im Leben.

Auf diesen Seiten finden Sie aktuelle Informationen, Veranstaltungshinweise und Ansprechpartner rund um das Leben in unserer Gemeinde. Schauen Sie sich um – und entdecken Sie, was Saulheim alles zu bieten hat.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Stöbern – und hoffe, dass Sie Saulheim so erleben, wie wir es hier kennen: offen, engagiert und mit einem starken Zusammenhalt.

Mit herzlichen Grüßen

Christoph Fölix
Ortsbürgermeister von Saulheim

———————————————————————————–

Zuständigkeiten

  • Gemeinderat
  • Bürgerversammlungen
  • Bürgergespräche
  • Bürgerinitiativen
  • Vertretung der Gemeinde
  • Zusammenarbeit mit Organisationen und Verbänden
  • Leitung der Ortsverwaltung
  • Wahlen
  • Statistik
  • Personalangelegenheiten
  • Zusammenarbeit mit der Personalvertretung
  • Presse- und Informationsarbeit
  • Veröffentlichungen
  • Partnerschaften in Zusammenarbeit mit dem 1. Beigeordneten
  • Protokolle
  • Haushalt
  • Finanzen
  • Kasse
  • Steuern
  • Abgaben
  • Rechnungsprüfung
  • Liegenschaften
  • Wirtschaftsförderung
  • Vergabe von Leistungen und Lieferungen
  • Rechtsangelegenheiten
  • Eigenversicherung
  • Schadensangelegenheiten
  • Wohnungswesen

    Foto: Angelika Stehle Fotografie Wiesbaden

VG Weinfest – Bildergalerie

Fotos: Waltraud Zorn

 

Saulheimer Frühlingsfest

Vom Freitag 19. April bis Sonntag 21. April 2024 findet auf dem Parkplatz gegenüber der Sporthalle unser Frühlingsfest mit Kinderkarussell, Crêpes, Süßwaren, Grillspezialitäten, Getränkestand und Spielen für Jung und Alt statt.

Martin Fölix, Ortsbürgermeister

MGV Liederkranz

MGV Liederkranz 1884 Saulheim e.V. – Tradition und Gesang vereint

Der MGV Liederkranz 1884 e.V. blickt auf eine über 140-jährige Geschichte zurück und steht für die Pflege und Förderung der Chormusik. Mit Leidenschaft und Engagement verbinden wir Tradition mit zeitgemäßem Chorgesang. Die Stimmen des MGV Liederkranz singen zusammen mit den Männern der Sängervereinigung Saulheim im Männerchor Saulheim. Im MGV Liederkranz 1884 singt ebenfalls der gemischte Chor Projekt 19 unter der Leitung von Werner Schüssler.

Neben musikalischen Aktivitäten liegt uns auch die Gemeinschaft am Herzen. Gemeinsame Auftritte sowie zahlreiche musikalische und kulturelle Veranstaltungen in der Sängerhalle machen den MGV Liederkranz zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens in Saulheim. Wir laden alle Musikbegeisterten ein, Teil dieser Gemeinschaft zu werden – ob als aktives Mitglied, als Unterstützer des Fördervereins Sängerhalle oder als Konzert- und Veranstaltungsbesucher. Die Sängerhalle kann natürlich auch für private Veranstaltungen, wie Hochzeiten oder Geburtstage, aber auch für Firmenveranstaltung, z.B. für Weihnachtsfeiern gemietet werden.

Kontakt
MGV Liederkranz 1884 e.V. Saulheim
Dagmar Balewski
1. Vorsitzende
Jahnstr. 12
55291 Saulheim
Tel. 06732 4472 oder 0176 60 88 95 88
Fax 06732 960862
Mail info@singakademie-saulheim.de

Herzlich Willkommen bei der Singakademie Saulheim


Telefonnummer der Sängerhalle: 06732 / 61528

Zur Geschichte der Sängerhalle

Sängerhalle  

Die Geschichte der Sängerhalle in Saulheim steht in engstem Zusammenhang mit einem in die USA ausgewanderten Saulheimer Bürger. Es ist dies der als „Holzkönig“ in den USA bekannt gewordene und auch dort verstorbene Friedrich Weyerhäuser.

Weyerhäuser, im Jahre 1834 in Saulheim geboren, wanderte als 18 jähriger aus. In langer und zäher Aufbauarbeit arbeitet er sich als Teilhaber eines Sägewerkes zum Alleininhaber hoch.

Er vergrößerte den Betrieb erheblich und belieferte die Eisenbahn beim Bau neuer Strecken mit dem erforderlichen Holz. Hier verdiente er sein Geld und wurde zu einem angesehenen Unternehmer.

Den Kontakt zu seiner Heimatgemeinde hat er nie verloren. Im Jahre 1903 leistete er zur Schaffung einer repräsentativen Halle eine für damalige Verhältnisse großzügige Spende in Höhe von 10.000.- Goldmark. Mit dieser Spende wurde der bereits geplante, aber aus Geldmangel noch nicht begonnene Bau der Sängerhalle in die Tat umgesetzt. Mit dem Entwurf der Halle wurde der damalige Kreisbauinspektor Kessel, Oppenheim beauftragt. Unter Mithilfe vieler Vereinsmitglieder wurde die Sängerhalle, die sich im gotischen Baustil an die beiden Dorfkirchen anlehnte, innerhalb eines Jahres weitgehend fertiggestellt. Die Halle nahm bereits damals architektonisch und akustisch einen ersten Platz ein, den sie bis heute erhalten konnte.

Die Sängerhalle wurde am 1. und 2. Oktober 1904 feierlich mit einem großen Festprogramm eingeweiht. Zwischenzeitlich spendete Friedrich Weyerhäuser weitere 10.000.- Goldmark für die Halle.

Krieg und Nachkriegszeit ließen die Verbindung zwischen Saulheim und der Familie Weyerhäuer nicht abbrechen. Der Enkel des inzwischen verstorbenen Friedrich Weyerhäuser, Bankdirektor Fred Weyerhäuser, spendete anläßlich eines Besuches in Saulheim im Jahre 1951 nochmals DM 50.000.-. Mit diesem Geld konnten dringend notwendige Reparatur- und Erhaltungsarbeiten ausgeführt werden. Darüber hinaus wurde die Halle um sieben Meter verlängert, die Bühne vergrößert und eine Hausmeisterwohnung eingebaut. Am 16.08.1952 wurde die neugestaltete Halle mit einer akademischen Feier wieder eröffnet.

Seitdem wurden an der Halle keine weiteren baulichen Veränderungen vorgenommen. Allerdings wurden im Jahre 1984 die Gaststätte angebaut und die sanitären Anlagen erweitert.

Diese großartige Kulturstätte den Saulheimer Bürgerinnen und Bürgern und den Vereinen zu erhalten, ist dem MGV „Liederkranz“ eine Verpflichtung. Wir hoffen, trotz aller derzeitigen Schwierigkeiten, diese Aufgabe meistern zu können um somit das Erbe eines großen Saulheimer Sohnes weiterzuführen.

Vorstand

1. Vorsitzender Herr Jan Philip Fürst (vereinsring@saulheim.de)
Schriftführer n.a.
Beisitzer Herr Martin Fölix

Vereine sind ein fundamentaler Bestandteil unserer Gesellschaft, sie nehmen wichtige gesellschaftliche Aufgaben wahr und leisten einen kaum zu unterschätzenden Beitrag für das Gemeinwohl.

Eine große Zahl von Bürgerinnen und Bürgern unserer Ortsgemeinde sind in Vereinen organisiert. Sie finden dort ein vielfältiges und umfassendes Angebot zu sinnvoller Freizeitgestaltung, sie empfinden Lebensfreude und Lebenssinn und können ihre Fähigkeiten und Lebenserfahrungen für andere einbringen. Vereine ermutigen zum Miteinander und füreinander aller Schichten, von Jung und Alt, sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Integration unsere Neubürgerinnen und Neubürger und sind für behinderte Menschen eine wirksame Lebenshilfe.

In Saulheim sind wir deshalb stolz auf unsere derzeit 36 Vereine mit einem sehr aktiven Vereinsleben.

Fußball, Handball, Radfahren, Reiten, Tanzen, Turnen, Leichtathletik, Gymnastik, Tennis, Tischtennis und Wintersport zählen zu den wesentlichen Angeboten unserer 9 Sportvereine.

6 Gesangvereine mit Männer-, Frauen- und Kinderchören sowie ein Blasorchester bieten allen Musikbegeisterten in großer Vielfalt die Möglichkeit, ihren musikalischen Neigungen nachzugehen.

Daneben bieten Vereine mit sozialen, umweltbezogenen, bildungspolitischen und landsmannschaftlichen Zielsetzungen ein reiches Betätigungsfeld.

Dass eine landwirtschaftlich strukturierte Gemeinde wie Saulheim über Landfrauenvereine, Bauernvereine und Winzerzunft verfügt, scheint fast selbstverständlich. Der Gewerbe- und Verkehrsverein gibt Zeugnis von der guten gewerblichen Infrastruktur unserer Heimatgemeinde.

Die große Vielfalt und Breite unserer Vereine garantiert, dass jeder ein seinen Neigungen entsprechendes Engagement finden kann. Das Zusammenwachsen von Einheimischen und Neubürgern wird erfolgreich gefördert. Und nicht zuletzt stellen die zahlreichen Veranstaltungen und Feste der Vereine eine große Bereicherung unseres Gemeindelebens dar.